MyStrategyPlan.me - Marketing-Strategie-Software — Guide
Einmal im Browser aufgerufen funktioniert das Tool offline ohne Internetanbindung.
Die 3 Ebenen der Marketing-Strategie-Validierung
🤖 Kreativer Start
• Ideen & Benchmarks• Schnelle, breite Masse• Manchmal fehlerhaft
🧮 Mathematische Prüfung
• Reale Wirtschaftsmetriken• Objektiv & reproduzierbar• Unbestechliche Fakten
🧑💼 Finale Instanz
• Validiert die Ergebnisse• Trifft die Entscheidung• Übernimmt VerantwortungValide Strategie
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Ein kurzer Auszug: 3 Beispiele - Vergleiche jede Marketing-Kategorie direkt
Wo greifen Halo und Sättigung besonders vorteilhaft?
Vergleich 1 – Paid Advertising: Google Ads · Bing · Meta · LinkedIn
| Plattform | Halo-Effekt | Sättigung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Google AdsSearch Intent | hochStärkt Brand-SEO direkt | mittelKeywords werden teurer | Stärkster Halo auf organischen Traffic – messbar nach 2–4 Wochen |
| Bing AdsUnterschätzter Kanal | mittelÄltere, kaufkräftige Zielgruppe | geringMarkt weniger gesättigt | Sättigung tritt später ein – oft besserer ROI bei gleichem Budget |
| Meta AdsFacebook · Instagram | hochReferral + Brand Awareness | hochFrequenz steigt schnell | Halo auf Referral stark – Sättigung tritt früh ein, Alpha beachten |
| LinkedIn AdsB2B fokussiert | mittelHalo auf Email + Referral | geringNische, wenig Konkurrenz | Teuerster CPC – aber höchste Lead-Qualität im B2B, CLV beachten |
Vergleich 2 – Referral & Empfehlungsmarketing: Golfclub · Schützenverein · Mittelstandsvereinigung
| Netzwerk | Halo-Effekt | Sättigung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| GolfclubHochpreissegment | sehr hochAuf SEO, Offline, PR | keinePersönliche Empfehlung | Höchste Conversion aller Referral-Typen – kein Alpha-Limit |
| SchützenvereinLokale Verwurzelung | hochAuf Offline + Local SEO | keineOrganisches Wachstum | Starker Halo auf lokale Kanäle – erreicht Zielgruppe die digital nicht erreichbar ist |
| MittelstandsvereinigungB2B Netzwerk | hochAuf PR + Email + LinkedIn | keineEmpfehlung skaliert | Multiplikator-Effekt – eine Empfehlung erreicht viele Unternehmen gleichzeitig |
Vergleich 3 – Organische Reichweite: SEO · Google · Bing · YouTube
| Kanal | Halo-Effekt | Sättigung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| SEOGoogle organisch | hochEmpfänger aller Halo-Quellen | mittelSuchvolumen ist endlich | Stärkster Halo-Empfänger – TV, Offline, PR wirken alle auf SEO ein |
| Google DiscoverPush-Content | mittelAuf Brand-SEO | geringAlgorithmus-abhängig | Sättigung kaum planbar – Halo auf Markenbekanntheit |
| Bing SEOUnterschätzt | mittelAuf Direct Traffic | geringWeniger Wettbewerb | Kleineres Volumen, geringere Sättigung – ideal für Nischenmärkte |
| YouTubeVideo-SEO | sehr hochAuf SEO + Brand + Referral | mittelProduktionskosten steigen | Stärkster Halo-Geber nach TV – pusht SEO, Referral und Brand gleichzeitig |
Deine strategische Roadmap – in 7 Schritten zur validierten Marketingstrategie
YourValidator
Tool-Anleitung – vollständige Referenz
Diese Anleitung beschreibt alle Funktionen des Rechners – von der Ersteinrichtung über die Sättigung je Kanal bis zur laufenden Strategiesteuerung. Sie können sie von vorn nach hinten lesen oder direkt zu einem Schritt springen. Die Schritte 13 bis 19 erklären ausführlich, wie das Tool Sättigung rechnet, wie Sie Annahmen korrekt eingeben und wie Sie die Ergebnisse bewerten.
Das Tool läuft vollständig im Browser. Alle Eingaben bleiben lokal (localStorage); Planungsdaten werden nicht an YourValidator übertragen. Nach dem ersten Aufruf funktioniert die Berechnung auch offline. Nur wenn Sie die optionalen KI-Funktionen nutzen, sendet Ihr Browser die Anfrage mit Ihrem eigenen API-Schlüssel direkt an den gewählten KI-Anbieter.
Rechner öffnen und mitlesenOhne Anmeldung. Ohne E-Mail. Sofort starten.Ihre strategische Roadmap – in 7 Schritten zur durchgerechneten Marketingstrategie
Bevor Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung beginnen: Diese Roadmap zeigt den Weg von der ersten Orientierung bis zur laufenden Strategiesteuerung.
A
Orientierung & Inspiration
Öffnen Sie das Tool und erkunden Sie die voreingestellten Beispielwerte. Lassen Sie sich von den Kanälen, Visualisierungen und Ergebnissen inspirieren. Finden Sie heraus, welche Kanäle für Ihr Unternehmen, Ihre Branche und Ihre Zielgruppe grundsätzlich in Frage kommen. Noch keine eigenen Zahlen – nur Orientierung.
B
Masterstrategie: Kanäle festlegen
Wählen Sie die Kanäle für Ihre Masterstrategie aus – laufende Kanäle ebenso wie einmalige Aktionen, etwa eine Messe. Tragen Sie eigene recherchierte Zahlen ein, spielen Sie mit Benchmarkwerten oder nutzen Sie die einblendbaren Benchmark-Ranges als Orientierung. Diese Auswahl bildet das Fundament aller weiteren Berechnungen.
C
Standardeingaben konfigurieren
Tragen Sie Ihre Basisdaten ein: Kundenbezeichnung, Strategielaufzeit, Währung, durchschnittlicher Auftragswert, Gewinnmarge, Stadt und Branche. Diese Werte gelten für alle Kanäle gleichzeitig und bestimmen die Grundlage jeder Berechnung.
D
Parameter berücksichtigen
Verfeinern Sie Ihre Strategie mit den qualitativen und mathematischen Parametern: Regionalität, Marktstellung, Saisonalität, Halo für Kanal-Synergien und das Potenzial je Kanal für abnehmende Grenzerträge. Jeder Parameter wirkt direkt und in Echtzeit auf das Gesamtergebnis.
E
Masterstrategie berechnen, speichern & prüfen
Berechnen Sie Ihre vollständige Strategie mit allen Kennzahlen, Break-even-Analyse, Kundenwert und Ziel-Rückrechnung. Lesen Sie in jeder Kanalbox Sättigungsgrad und Grenzkosten. Speichern Sie das Ergebnis als Masterplan. Prüfen und finalisieren Sie die Zahlen gemeinsam mit Ihrer Agentur oder Ihrem Marketingteam – auf Basis derselben mathematischen Grundlage.
F
Masterstrategie präsentieren
Nutzen Sie Ihre durchgerechnete Masterstrategie als Präsentationsgrundlage: im Partnergespräch, bei der Bank, beim Steuerberater oder als interaktives Live-Forecastmeeting direkt im Tool im Vollbildmodus. Jede Frage wird in Echtzeit durchgerechnet – mit Ihren eigenen Zahlen.
G
Laufende Pläne erstellen & verfeinern
Erstellen Sie fortlaufend neue Planvarianten, verfeinern Sie Szenarien und speichern Sie jeden Stand als eigenen Plan. Vergleichen Sie jeden neuen Plan mit Ihrer Masterstrategie – mit Differenzanzeige und Trendpfeilen. So bleibt Ihre Strategie aktuell und nachvollziehbar.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1
Toolheader einrichten
Firmenlogo oder Privatporträt hochladen – max. 0,5 MB.
Auf das Dateifeld unter „Logo hochladen“ klicken. Unterstützte Formate: JPG, PNG, GIF, WebP. Das Logo wird oben im Tool und im PDF angezeigt. Über „Löschen“ wird es entfernt und aus dem Browser-Speicher gelöscht.
Schritt 2
Firmenname oder eigenen Namen eingeben
Freitextfeld direkt daneben. Der eingegebene Name wird beim Speichern als Standard-Planname vorgeschlagen und erscheint im Backup-Dateinamen. Wird im PDF mit ausgegeben.
Schritt 3
Unternehmens- oder Privat-Headerfoto hochladen – max. 2 MB
Zusätzliches Bild für den Seitenkopf. Gleiche Formate wie beim Logo. Wird im PDF mit ausgegeben.
Schritt 4
Überschrift eingeben
Zweites Textfeld für eine optionale Unterzeile oder Bereichsbezeichnung – zum Beispiel „Forecastmeeting“ oder „Strategieplanung“.
Schritt 5
Eingaben automatisch speichern oder löschen
| Funktion | Wirkung |
|---|---|
| Ja, Eingaben speichern | Aktiviert die automatische Speicherung im Browser-Speicher (localStorage). Ab diesem Zeitpunkt wird jede Änderung gespeichert, einschließlich der Halo-Verbindungen. Beim nächsten Aufruf lädt das Tool die Daten automatisch – ohne Klick. Ohne diese Zustimmung werden Eingaben nicht gespeichert. |
| Eingaben löschen | Schaltet die Speicherung aus und löscht die gespeicherten Eingaben samt Halo sofort und unwiderruflich. Die Seite bleibt, wie sie ist; beim nächsten Aufruf startet das Tool mit den voreingestellten Beispielwerten. |
| Gespeicherte Daten löschen | Nur sichtbar, solange die Speicherung aktiv ist. Löscht die gespeicherten Eingaben und setzt die Seite sofort zurück: Beispielwerte, eigene Kanäle entfernt, Halo leer, Kundenbezeichnung und Währung auf Standard. |
| Statusanzeige | Zeigt an, ob die Speicherung aktiv ist. |
Nicht automatisch gelöscht werden Ihre eigenen Einstellungen und Ablagen: gespeicherte Pläne (einzeln über „Plan löschen“, Schritt 22), Logo und Headerbild (eigene Löschknöpfe, Schritte 1 und 3), Firmenname und Überschrift (Feld von Hand leeren) sowie API-Schlüssel (Feld leeren und speichern).
Der Browser-Speicher ist kein Archiv. Sichern Sie jeden finalen Plan als Backup auf Ihrem Gerät (Schritt 27). Für paralleles Arbeiten an zwei Plänen zwei unterschiedliche Browser verwenden, nicht zwei Tabs im selben Browser.
Schritt 6
Basisdaten
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Stadt / Region | Keine Berechnungsbedeutung – wird im PDF ausgegeben |
| Branche / Fachgebiet | Keine Berechnungsbedeutung – wird im PDF ausgegeben |
| Ø Auftragswert (€) | Durchschnittlicher Umsatz pro gewonnenem Kunden |
| Gewinnmarge (%) | Anteil des Umsatzes, der als Gewinn verbleibt. Auftragswert × Gewinnmarge ergibt den Deckungsbeitrag pro Kunde – die Größe, an der Grenzkosten und Break-even-Budget gemessen werden. |
| Kundenbezeichnung | Kunden, Klienten, Mandanten, Mitglieder, Patienten |
| Währung | €, $ |
Schritt 7
Strategiezeitraum & globale Veränderung
Gesamtlaufzeit der Strategie in Monaten und Beginnmonat festlegen. Der Beginnmonat bestimmt, welcher Saisonwert auf welchen Strategiemonat fällt.
Das Feld „Globalergebnisse + − (%) ohne Paid/Kampagnen“ verändert die Ergebnisse aller Kanäle außer Paid gleichzeitig in Prozent – zum Beispiel −20 % als Rezessionsannahme oder +30 % bei einer neuen gesetzlichen Regelung. Negative Werte sind ausdrücklich erlaubt. Die Einstellung verändert die Ergebnisse, nicht die eingegebenen Konversionsraten.
Schritt 8
Investition für Einrichtung und Betreuung
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Einmalige Anfangsinvestition (€) | Website, Setup, Einrichtungskosten – wird in die ROI-Berechnung eingerechnet |
| Laufendes Betreuungsbudget p. M. (€) | Monatliche Betriebskosten – gehen in die Gesamtkosten-Berechnung ein |
Schritt 9
Marktfaktoren
Über Dropdown-Felder werden qualitative Marktbedingungen sowie Marktstellung und Positionierung eingestellt. Jeder Faktor wirkt als Multiplikator auf die Gesamtergebnisse.
| Faktor | Spanne |
|---|---|
| Regionalität / Standort | ländlich (0,8) bis Metropole (1,2) |
| Marktstellung / Positionierung | neue Firma (0,7) bis Marktführer (1,3) |
Beide Einstellungen werden miteinander verrechnet und als kombinierter Gesamtwert angezeigt.
Saisonalitätsfaktoren
Prozentualer Wert pro Monat. Die Werte werden umgerechnet und farblich visualisiert:
| Farbe | Bereich |
|---|---|
| blau | saisonaler Standard – 96 % bis 104 % |
| rot | saisonale Schwäche – unter 95 % |
| grün | saisonale Stärke – ab 105 % |
Für Aktionskanäle (Schritt 17) gilt die Saisonalität nicht, weil der Monat einer Aktion bewusst gewählt wird.
Schritt 10
Marketing-Kanäle
Jeder Kanal hat einen Schalter. Deaktivierte Kanäle fließen nicht in die Berechnungen ein.
| Vorbelegter Standardkanal | Hauptkennzahl (Grundfeld) | Kanaltyp |
|---|---|---|
| SEO | Suchvolumen p.M. | Pull |
| PR | Reichweite p.M. (Personen) | Push |
| Social Media | Reichweite p.M. | Push |
| E-Mails versendet p.M. | Owned | |
| Offline | Personen erreicht p.M. | Push |
| Referral | Eigene Kunden × Referral Rate + eigene Referrals p.M. | Owned |
| Paid | Tagesbudget und Cost per Click | Pull (Klick) |
Unbegrenzt Kanäle mit einem Klick hinzufügen: 20 Vorlagen zur Auswahl – darunter „Messe / Event (Aktion)“ –, zusätzlich individuell erstellbare Kanäle.
Optional: alternativen Auftragswert pro Kanal eingeben. Der Durchschnitts-Auftragswert wird im Gesamtergebnis ausgewiesen und in den CLV-Strategierechner übernommen.
Herkunft der Werte
Neben den Schaltern „Kanal aktiv“ und „Timeline aktiv“ steht das Auswahlfeld „Herkunft der Werte“. Dort legen Sie je Kanal fest, woher seine Werte stammen:
| Auswahl | Bedeutung |
|---|---|
| nicht angegeben | Standard, keine Angabe |
| Gemessen | eigene Daten, Analytics, CRM |
| Erfahrungswert | frühere Kampagnen, Branchenwerte |
| Schätzung | neuer Kanal, keine Daten |
Das Feld ist rein informativ und hat keine Wirkung auf die Rechnung. Die gewählte Herkunft steht in der Kanalbox (Schritt 18) und im PDF unter „Annahmen je Kanal“ (Schritt 28) und wird mit Plan, Backup und automatischer Speicherung gesichert. Die KI setzt das Feld nur, wenn Sie die Herkunft im Prompt selbst nennen. So sieht jeder Leser des Plans, welche Zahlen belegt und welche angenommen sind.
Schritt 11
Kanal-Eingaben
Jeder aktive Kanal hat einen Funnel aus vier Stufen: das Grundfeld (Suchvolumen, Reichweite, versendete E-Mails …), eine erste Rate (CTR, Engagement-, Öffnungs- oder Reaktionsrate), die Rate zum Lead und die Rate zum Kunden – dazu das monatliche Budget. Bei Paid ersetzen Tagesbudget und Cost per Click das Grundfeld: Budget ÷ CPC ergibt die Klicks. Alle Kennzahlen werden pro Kanal inklusive errechneter Kanalergebnisse detailliert angezeigt.
Das Budget pro Kanal wird manuell eingegeben. Wie das Budget auf die Kunden wirkt, bestimmt das Sättigungsmodell (Schritt 13) – nicht eine feste Kopplung.
Halo-Attribution
Quellkanäle eintragen, dazu die prozentuale Auswirkung, den Lag (Verzögerung in Monaten) und den Decay (Abklingrate in Prozent pro Monat).
| Parameter | Definition |
|---|---|
| Quellkanal | Kanal, der den Halo erzeugt (z. B. PR, Offline, eine Messe) |
| Auswirkung | Prozentualer Gesamt-Halo auf den Zielkanal, bezogen auf die Kunden der Quelle |
| Lag | Verzögerung in Monaten, bis der Halo einsetzt |
| Decay | Abklingrate in Prozent pro Monat |
Halo-Kunden kommen nicht sofort, sondern zeitversetzt. Der Lag legt fest, wie viele Monate nach der Aktivität im Quellkanal der Halo einsetzt. Der Decay verteilt ihn danach über die folgenden Monate. Bei 15 % kommen im ersten Monat 15 % an, vom Rest im nächsten Monat wieder 15 % und so weiter.
Jeder Monat im Quellkanal erzeugt neue Halo-Kunden. Was davon erst nach dem Ende der Laufzeit ankommt, zählt nicht im Ergebnis. Das Tool weist diesen Teil separat als „Halo nach der Laufzeit“ aus.
- Insgesamt entstehen 60 × 20 % = 12 Halo-Kunden.
- 5,4 davon kommen innerhalb der 12 Monate an und zählen im Ergebnis.
- 6,6 kommen erst danach an. Die PR-Kunden aus Monat 11 und 12 wirken wegen des Lags erst ab Monat 13. Die früheren Kunden sind wegen des Decays bis zum Laufzeitende noch nicht vollständig angekommen.
Wichtig:
- Der Halo-Prozentwert ist immer die Gesamtmenge. Lag und Decay verteilen sie nur über die Zeit.
- Ein kleinerer Decay bedeutet nicht mehr Halo. Er kommt nur langsamer an, und mehr davon fällt nach der Laufzeit an.
- Decay 0 ist der Sonderfall ohne Verteilung: Der gesamte Halo kommt im Einsatzmonat (nach dem Lag) auf einmal an.
- Halo bringt zusätzliche Kunden im Zielkanal. Er verändert nicht dessen Sättigungskurve oder Potenzial.
Hinweis zu Werten aus anderen Quellen: Oft wird statt des Decays die „Retention“ α angegeben. Dann ist Decay = 1 − α, also α 0,85 → Decay 15 %.
Das logistische Timeline-Modell (Anlaufkurve)
Sichtbarkeit wächst besonders bei SEO und PR nicht linear, sondern als S-Kurve: erst eine Erstellungszeit ohne Ertrag, dann eine flache Anlaufphase, der steile Anstieg und oben die Einmündung ins Zielvolumen.
| Parameter | Definition |
|---|---|
| Erstellungszeit | Monate ohne Erträge (z. B. Aufbau von Inhalten) |
| T | Sichtbarkeitsdauer bis Ziel in Monaten |
| t₀ | Wendepunkt: t₀ = T × Wendepunkt (% der Sichtbarkeitsdauer); Standard 50 % |
| k | Steilheit, gekoppelt an die Sichtbarkeitsdauer: k = max(0,5 ; 4 / T) |
Die Streckung fixiert die Kurve: Der Anfang der Anlaufphase startet exakt bei 0,00, das Ende der Sichtbarkeitsdauer landet punktgenau bei 1,00.
- SEO und PR bilden das reale Anlauftal ab. Keine Monat-1-Illusion – das schützt das Working Capital und berechnet den Break-even sauber.
- Paid springt bei einer Sichtbarkeitsdauer von 0 sofort ab Monat 1 auf den Faktor 1,00.
Schritt 12
Kanäle hinzufügen, löschen und Benchmarks einblenden
Über „Kanal hinzufügen“ lassen sich unbegrenzt eigene Kanäle mit individuellem Namen anlegen: als Standard-Funnel, als Paid-/CPC-Kanal mit Tagesbudget oder als Referral-/Netzwerk-Kanal, wahlweise aus einer der 20 Vorlagen. Jeder manuell hinzugefügte Kanal kann wieder entfernt werden; Halo-Verweise auf ihn werden dabei mit entfernt.
Über „Benchmark einblenden“ wird für jeden Kanal eine Benchmark-Leiste sichtbar:
- Für jede Kennzahl (CTR, Click to Lead, Lead to Kunde, Kosten pro Lead, Kosten pro Kunde) lässt sich ein Min- und Max-Branchenwert hinterlegen
- Der eigene Wert wird dem Richtwert gegenübergestellt
- Ein Status bewertet jeden Wert: ✓ im Bereich · ! Grenzbereich · ✗ außerhalb
- Im Kanal-Header erscheint ein kompakter Status als Schnellübersicht
Sättigung, Annahmen und Bewertung
Die folgenden Schritte erklären das Herzstück des Rechners: wie mit steigendem Budget die zusätzlichen Kunden abnehmen, welche Annahmen Sie dafür eintragen und woran Sie erkennen, ob ein Budget noch wirtschaftlich ist.
Schritt 13
Sättigung: Potenzial und Hill-Funktion
Märkte sind endlich. Mit steigendem Budget bringt jeder weitere Euro weniger zusätzliche Kunden, und der nächste Kunde wird teurer. Das Tool bildet das mit der Hill-Funktion ab – derselben Sättigungsfunktion, die auch in Marketing-Mix-Modellen wie Google Meridian und Meta Robyn verwendet wird. Der Unterschied: Dort werden die Parameter aus Daten geschätzt, hier tragen Sie Ihre Annahmen ein.
H geben Sie nicht ein. Das Tool berechnet es so, dass die Kurve genau durch Ihren heutigen Punkt geht – Ihre Kanalwerte bei Ihrem Bezugsbudget (Schritt 14):
Damit gilt immer: Bei Ihrem Bezugsbudget rechnet das Tool exakt Ihre eingegebenen Werte. Erst wenn das Budget davon abweicht, wirkt die Sättigung.
Woraus sich das Potenzial je Kanal ergibt
| Kanal | Potenzialfeld | Potenzial pro Monat | Was knapp ist |
|---|---|---|---|
| SEO | Max. erreichbare durchschnittliche CTR über das betrachtete Suchvolumen (%) | Suchvolumen × max. CTR × Folgeraten | Die Suchen selbst – Budget gewinnt einen größeren Anteil, erzeugt aber keine zusätzlichen Suchen |
| Paid | Max. erreichbare Klicks/Monat | max. Klicks × Folgeraten | Verfügbare Suchanfragen und Einblendungen |
| PR, Social Media, Offline | Max. Reichweite bzw. max. erreichbare Personen pro Monat (unter „Erweitert“ zusätzlich max. Rate) | Obergrenze × max. Rate × Folgeraten | Die erreichbare Zielgruppe |
| Max. E-Mails pro Monat (Versand) | Obergrenze × max. Öffnungsrate × Folgeraten | Adressen und Versandmenge | |
| Referral | Max. Empfehlungen pro Monat | Obergrenze × max. Referral-to-Kontakt-Rate × Folgeraten | Empfehlungsbereite Kunden und Partner |
| Eigene Kanäle | Max. [Grundfeld] pro Monat bzw. max. Klicks | Obergrenze × max. Rate × Folgeraten | je nach Kanal |
| Aktionen (Messe) | Max. Kontakte pro Monat | je aktivem Monat, siehe Schritt 17 | Besucher und Gesprächskapazität |
Bei den Reichweitenkanälen und den eigenen Listen ist nur die Obergrenze sichtbar. Die maximale Rate liegt unter „Erweitert“; bleibt sie leer, rechnet das Tool mit Ihrer heutigen Rate. Die Kanalbox zeigt an, ob die maximale Rate eingetragen oder übernommen ist.
Drei Zustände
| Zustand | Rechnung | Anzeige |
|---|---|---|
| Potenzial eingetragen und plausibel | Hill-Funktion | Sättigungsgrad, Grenzkosten, Break-even-Budget |
| Kein Potenzial | Linear ab dem Bezugsbudget: doppeltes Budget ergibt doppelte Kunden | „linear (kein Potenzial) – optimistisch“ |
| Potenzial nicht über den heutigen Kunden | Bis zum Bezugsbudget linear, darüber keine weiteren Kunden | Meldung mit Grund, z. B. „Die aktuelle CTR (20 %) liegt über der max. CTR (16 %).“ |
Gesättigt wird jeder Monat für sich. Die Nachwirkung des eigenen Budgets eines laufenden Kanals wird nicht separat gerechnet; bei gleichbleibendem Monatsbudget steckt sie in Ihren Eingaben. Zeitliche Effekte bilden Anlaufkurve, Halo und Aktionskanäle ab.
Schritt 14
Bezug der Eingaben: für welches Budget Ihre Werte gelten
Ihre Kanalwerte – Reichweite, Raten – beschreiben eine Situation bei einem bestimmten Budget. Damit die Kurve durch den richtigen Punkt geht, muss das Tool wissen, welches Budget das ist. Die Einstellung liegt unter „Erweitert“ → „Bezug der Eingaben“:
| Auswahl | Bedeutung | Wann |
|---|---|---|
| Meine Werte gelten für das geplante Budget | Bezugsbudget = Ihr Budget zum Zeitpunkt der Eingabe | Standard. Wird automatisch gewählt, sobald Sie ein Potenzial eintragen. |
| Meine Werte gelten bei Budget X €/Monat | Sie geben das Bezugsbudget selbst ein | Wenn Ihre Werte aus einem früheren Zeitraum mit anderem Budget stammen |
| Meine Werte gelten für ein kleines Testbudget / den ersten Euro | Ihre Werte gelten für die günstigsten ersten Klicks | Nur bei Paid, z. B. wenn CPC und Raten aus einem kleinen Test stammen |
Plan oder Szenario?
Wenn Sie nach der Eingabe nur das Budget ändern, rechnet das Tool das als Szenario: Was passiert mit denselben Annahmen bei mehr oder weniger Geld? Die Kanalbox zeigt dann „Bezug: 4.000 € · geplant: 8.000 €“ und die Schaltfläche „Bezug auf aktuelles Budget setzen“.
- Ist das neue Budget Ihr tatsächlicher Plan und gelten Ihre Werte dafür, klicken Sie die Schaltfläche. Das Bezugsbudget wird übernommen.
- Wollen Sie ein Szenario sehen, lassen Sie es so. Das Tool rechnet die Sättigung ab Ihrem bisherigen Bezug.
- Ändern Sie einen Kanalwert (z. B. die CTR), springt der Bezug automatisch auf das aktuelle Budget, weil Ihre neuen Werte für das jetzt eingetragene Budget gelten.
- Bei „Budget X“ bleibt der Bezug immer fest.
Die richtige Reihenfolge ist deshalb: erst die Kanalwerte, dann das Budget, dann bei einem neuen Plan den Bezug bestätigen. Das Bezugsbudget wird mit jedem Plan gespeichert.
Schritt 15
Form der Kurve: „Was bringt doppeltes Budget?“
Potenzial und Bezug legen zwei Dinge fest: wo die Kurve heute steht und wo ihre Decke liegt. Offen ist nur, wie steil sie dazwischen verläuft. Das optionale Feld unter „Erweitert“ fragt danach: Wenn Sie statt Ihres Bezugsbudgets das Doppelte ausgeben – wie viel Prozent mehr Kunden erwarten Sie?
Am SEO-Beispiel (r = 2, Bezugsbudget 4.000 €):
| Antwort | Form s | Kunden/Jahr bei 8.000 € | bei 2.000 € | Grenzkosten bei 4.000 € |
|---|---|---|---|---|
| leer (Standard) | 1 | 206 (+33 %) | 103 | 620 € |
| +25 % | 0,74 | 193 | 116 | 842 € |
| +10 % | 0,29 | 170 | 140 | ca. 2.140 € |
| +60 % | 2 | 248 | 62 | 310 € |
- Leer heißt nicht „keine Annahme“, sondern die Standardform. Bei r = 2 entspricht sie +33 %.
- Weniger als der Standard: Mehr Geld bewirkt wenig, die Kurve ist schon flach. Kürzen kostet wenig Kunden, der nächste Kunde ist teuer.
- Mehr als der Standard: Die Kurve ist S-förmig, es gibt eine Schwelle. Kürzen trifft hart.
- Bei genau dem Bezugsbudget ändert sich nichts, ebenso wenig am Potenzial. Die Antwort verändert nur den Verlauf links und rechts davon – und damit Grenzkosten und Break-even-Budget.
- Erlaubter Bereich: größer als 0 und kleiner als (r − 1) × 100 %. Werte außerhalb meldet das Tool als Formfehler.
Woher die Zahl kommen kann: aus früheren Budgeterhöhungen, aus Tests oder bei Paid aus der Prognose des Werbekontos. Ohne belastbare Einschätzung lassen Sie das Feld leer.
Schritt 16
Reichweitenkanäle und eigene Listen richtig eingeben
| Feld | Was Sie eintragen |
|---|---|
| Obergrenze (sichtbar) | Maximal erreichbare Menge pro Monat in der Einheit des Grundfelds – Personen, versendete E-Mails, Empfehlungen. Kein Bestand: Eine Liste mit 5.000 Adressen, die einmal im Monat angeschrieben wird, ergibt höchstens 5.000 E-Mails pro Monat. |
| Vergleichswert | Unter dem Feld steht „aktuell: … /Monat“. Die Obergrenze muss darüber liegen, sonst meldet das Tool, dass das Potenzial nicht über den heutigen Kunden liegt. |
| Max. Rate (unter „Erweitert“) | Nur eintragen, wenn Sie bei mehr Budget eine bessere Rate erwarten. Leer = heutige Rate. Eine eingetragene max. Rate unter der heutigen Rate wird gemeldet. |
| Budget dieses Kanals (nur E-Mail, Referral) | „wird hochgerechnet wie bei anderen Kanälen“ oder „ist reiner Kostenfaktor (keine Hochrechnung)“ – Letzteres nur wählen, wenn mehr Budget in diesem Kanal tatsächlich keine zusätzlichen Kunden bringt. |
Bei Referral ist die Reichweite pro Monat: eigene Kunden × Referral Rate + eigene Referrals. Bei 1.000 Kunden, 5 % und 30 eigenen Referrals sind das 80 Empfehlungen pro Monat.
Schritt 17
Aktionskanäle (Flights): Messe, Event, jährliche Kampagne
Nicht jeder Kanal läuft jeden Monat. Eine Messe kostet einmal, ihre Kunden kommen über Wochen. Unter „Erweitert“ → „Zeitraum“ stellen Sie einen Nicht-Paid-Kanal von „laufend“ auf „Aktion“.
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Startmonat der Aktion | Monat der Strategie, in dem die Aktion stattfindet (1 bis Laufzeit) |
| Dauer (Monate) | Anzahl aktiver Monate; Standard 1 |
| Wiederholung | keine oder alle 12 Monate (Dauer dann höchstens 12) |
| Budget je Aktion (€) | Gesamtbudget einer Aktion; wird gleichmäßig auf die aktiven Monate verteilt, außerhalb fällt kein Budget an |
| Verzögerung (Lag, Monate) | Monate bis die ersten Kunden ankommen; Standard 1 |
| Abklingrate (Decay, %) | Verteilung über die Folgemonate, gleiche Definition wie beim Halo; Standard 50 % |
- Kontakte, Raten, Obergrenze und Bezugsbudget gelten für einen aktiven Monat. Die Sättigung wird je aktivem Monat auf „Budget je Aktion ÷ Dauer“ gerechnet.
- Keine Anlaufkurve und keine Saisonalität; das Wachstum aus Schritt 7 wirkt wie bei den übrigen Kanälen.
- Die Verteilung erzeugt keine zusätzlichen und verliert keine Kunden. Was erst nach dem Strategieende ankäme, zählt nicht im Ergebnis und wird separat ausgewiesen.
- In der Ziel-Rückrechnung bleiben Aktionen als feste Blöcke unverändert („Aktion, nicht skaliert“). Die Budgetzellen zeigen den Monatsdurchschnitt und das Budget je Aktion.
- Eine Aktion kann Halo-Quelle für andere Kanäle sein.
Die Validierung meldet einen Startmonat außerhalb der Laufzeit, eine Aktion, die über das Laufzeitende hinausreicht, eine Aktion komplett außerhalb der Laufzeit und eine Dauer unter einem Monat.
Schritt 18
Die Kanalbox lesen
Unter den Feldern jedes Kanals steht die Kanalbox. Sie fasst zusammen, was Ihre Annahmen bedeuten:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| Werte gelten für … €/Monat | Ihr Bezugsbudget. Bei Abweichung: „Bezug: … · geplant: …“ mit Schaltfläche (Schritt 14). Bei Paid zusätzlich das Tagesbudget. |
| Sättigungsgrad | Heutige Kunden ÷ Potenzial. Stufen: unter 50 % geringe, ab 50 % deutliche, ab 75 % starke, ab 90 % sehr starke Sättigung. |
| Grenzkosten nächster Kunde | Was ein zusätzlicher Kunde an zusätzlichem Budget kostet |
| Ab ca. … €/Monat bringt der nächste Kunde weniger Deckungsbeitrag, als er kostet | Break-even-Budget B* des Kanals |
| Potenzial = Obergrenze × max. Rate (eingetragen / übernommen) | Bei Reichweitenkanälen: ob die max. Rate eingetragen oder von der heutigen Rate übernommen ist |
| Herkunft der Werte: … | Ihre Angabe aus Schritt 10; erscheint nur, wenn eine Herkunft gewählt ist |
| Meldungen | Potenzial zu niedrig, fehlender Bezug, Formfehler, negative oder unmögliche Werte |
Am SEO-Beispiel: Durchschnittlich kostet ein Kunde 310 €. Bei 50 % Sättigung kostet der nächste Kunde aber 620 €. Bei 8.000 € Budget sind es schon 1.396 €. Mit 4.000 € Auftragswert und 50 % Marge (2.000 € Deckungsbeitrag) lohnt sich mehr Budget, solange die Grenzkosten darunter liegen – im Beispiel bis etwa 10.364 € im Monat. Das ist das Break-even-Budget B*.
Schritt 19
Annahmen korrekt eingeben und die Berechnung bewerten
Checkliste für die Eingabe
| Prüfpunkt | Richtig | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| SEO-Suchvolumen | Gesamtes relevantes Volumen, auch noch nicht rankende Begriffe; CTR über genau dieses Volumen | Nur das Volumen der heutigen Rankings – dann bleibt kein Potenzial |
| Obergrenzen | Immer pro Monat, in der Einheit des Grundfelds | Bestand eintragen (z. B. alle Kunden statt Empfehlungen pro Monat) |
| Paid-Budget | Tagesbudget eintragen; die Kanalbox zeigt den Monatsbetrag | Monatsbudget ins Tagesfeld |
| Reihenfolge | Werte, dann Budget, dann Bezug bestätigen | Budget ändern und für den neuen Plan halten, obwohl das Tool ein Szenario rechnet |
| Raten | 0 bis 100 % | Negative Werte oder über 100 % – das Tool meldet „Kritisch“ und rechnet negative Werte als 0 |
| Doppeltes Budget | Nur mit Grundlage; sonst leer | Geschätzte Zahl, die mehr Wissen vortäuscht |
| Aktionen | Werte für einen aktiven Monat, Budget je Aktion | Jahreswerte oder Monatsdurchschnitt eintragen |
| Wachstum | Wirkt auf alle Kanäle außer Paid | Erwartung, dass es Paid-Kampagnen verändert |
| Herkunft der Werte | Je Kanal festlegen und auf „Gemessen“ umstellen, sobald eigene Zahlen vorliegen | Eine Schätzung im Plan wie einen gemessenen Wert behandeln |
So bewerten Sie das Ergebnis
- Linear gerechnete Kanäle zuerst ansehen. Der Hinweis über der Ziel-Rückrechnung nennt sie. Ohne Potenzial ist jede Hochrechnung optimistisch.
- Grenzkosten mit dem Deckungsbeitrag vergleichen. Liegen sie darüber, kostet der nächste Kunde mehr, als er bringt – auch wenn die Durchschnittskosten noch gut aussehen.
- Budget mit dem Break-even-Budget vergleichen. Liegt das geplante Budget darüber, prüfen Sie, ob ein anderer Kanal mit niedrigeren Grenzkosten das Geld besser einsetzt.
- Sättigungsgrad prüfen. Ab 75 % bringt zusätzliches Budget nur noch wenig. Ab 90 % lohnt es sich meist nicht mehr; das Tool weist auf sehr starke Sättigung hin.
- Empfindlichkeit testen. Die Sensitivitätsanalyse (Schritt 21) zeigt, welche Annahme das Ergebnis am stärksten treibt. Genau diese sollten Sie belegen.
- Mit der Wirklichkeit abgleichen. Speichern Sie Ihre Masterstrategie als Plan, tragen Sie später die tatsächlichen Werte ein und vergleichen Sie mit „Mit aktuellem Plan vergleichen“ (Pro, Schritt 22). Stellen Sie die Herkunft der ersetzten Werte auf „Gemessen“.
Das Tool rechnet deterministisch: Gleiche Eingaben ergeben gleiche Ergebnisse. Es zeigt, was unter Ihren Annahmen gelten müsste – es weist keine Wirkung nach und ist kein Marketing-Mix-Modell. Die Ergebnisse sind genau so belastbar wie die eingegebenen Annahmen.
Ergebnisse, Prüfung und Steuerung
Schritt 20
Anzeige der Gesamtergebnisse
Die Ergebnisboxen aktualisieren sich bei jeder Eingabe automatisch. Die Gesamtergebnisse sind eine Hochrechnung für die Laufzeit des eingestellten Strategiezeitraums.
| Kennzahl | Kennzahl |
|---|---|
| Umsatz | Gesamt-CLV-Wert |
| Investition | Ø Impressions |
| Bruttogewinn | Kontakte |
| Nettogewinn | Ø Leads |
| ROI (%) | Interessenten |
| Ø Gesamtkunden | Aktive Kanäle – Einzelergebnisse, Nettogewinn |
Umsatz, Investition sowie Brutto- und Nettoergebnis beziehen sich auf die Toolberechnung unter Berücksichtigung der hinterlegten Gewinnmarge.
Visualisierung inklusive Mouse-over-Wertanzeige: geöffnete Kanäle nach Nettogewinn als Balken- und Kreisdiagramm, dazu der Verlauf der monatlichen Kundenanzahl als Balkendiagramm unter Berücksichtigung von Saisonalität, Anlaufkurve und Aktionen.
Schritt 21
Eingaben validieren
Die Schaltfläche „Eingaben validieren“ führt zwei Prüfungen für alle aktiven Kanäle durch.
Plausibilitätsprüfung
- Fehlende Pflichtfelder (Nullwerte)
- Negative Werte und Raten über 100 %: Kritisch
- Sehr hohe Raten unterhalb von 100 % (z. B. CTR über 40 %, Conversion-Rate über 90 %): Warnung
- CPC 0 bei Paid: Hinweis
- Sättigung je Kanal mit Stufe, Grenzkosten und Durchschnittskosten
- Potenzial zu niedrig, fehlender Bezug, Formfehler beim doppelten Budget
- Aktionen: Startmonat, Dauer, Lage zur Laufzeit
Meldungen erscheinen farbig gekennzeichnet als Kritisch, Warnung, Hinweis oder OK.
Sensitivitätsanalyse
Variiert automatisch die wichtigsten Parameter um ±10 % und ±25 % und zeigt, wie stark das Ergebnis auf Veränderungen reagiert – eingeteilt in hohen, mittleren und geringen Hebel. So wird sichtbar, welche Stellschrauben den größten Einfluss haben. „Analyse ausblenden“ schließt das Panel wieder.
Schritt 22
Strategiepläne speichern und vergleichen (Pro)
| Funktion | Vorgehen |
|---|---|
| Plan speichern | Auf „Aktuellen Plan speichern“ klicken. Es erscheint ein Eingabefeld mit dem Unternehmensnamen als Vorschlag. Nach Bestätigung wird der Plan mit Datum im Browser-Speicher abgelegt. Beliebig viele Pläne möglich. |
| Plan laden | Die Dropdown-Liste zeigt alle gespeicherten Pläne nach Datum sortiert. Plan auswählen, dann „Laden“ klicken. Alle Eingaben werden auf den Stand des gewählten Plans gesetzt. |
| Plan löschen | Plan im Dropdown auswählen, dann „Plan löschen“ klicken. |
| Pläne vergleichen | Plan im Dropdown auswählen – nicht laden – und „Mit aktuellem Plan vergleichen“ klicken. Der gespeicherte Plan wird den aktuellen Eingaben gegenübergestellt – als Kennzahlen-Kacheln, Balkendiagramm und Kanaltabelle. „Vergleich beenden“ schließt die Ansicht. |
Veränderte Kennzahlen – Umsatz, ROI, Kontakte, Leads, Kunden – werden mit Differenz und Trendpfeil dargestellt. Der Pfeil zeigt die Richtung des Werts, die Farbe die Bewertung: Grün ist besser, Rot schlechter; bei Investition und Kosten gilt weniger als besser. Das Vergleichs-Panel enthält zusätzlich automatisch generierte Hinweise auf Basis der Abweichungen.
Ein Plan speichert alle Felder, auch leere, sowie Bezug, Aktionseinstellungen und Herkunft der Werte. Beim Laden werden zuerst alle Felder zurückgesetzt – es bleiben keine Werte aus dem vorherigen Stand stehen.
Schritt 23
Break-even-Analyse
Die Berechnung simuliert jeden Monat einzeln, unter Berücksichtigung von Anlaufkurve, Saisonalität, Wachstumsfaktor und Aktionen – keine Durchschnittswert-Hochrechnung.
| Ergebnisfeld | Beschreibung |
|---|---|
| Break-even-Kunden | Anzahl Kunden, die benötigt werden, um alle Kosten zu decken |
| Break-even-Monat (ca.) | Erster Monat, in dem der kumulierte Ertrag ≥ Gesamtkosten ist. Zeigt „Nicht erreicht“ bzw. „∞“, wenn innerhalb der Laufzeit nicht erreichbar |
| Ø Kunden pro Monat | Durchschnittliche monatliche Neukundenzahl |
| Gesamtkosten Strategie | Anfangsinvestition + alle Kanal- und Betreuungskosten |
| Bruttoertrag pro Kunde | Auftragswert × Gewinnmarge |
| Status nach Laufzeit | ✓ erreicht / ✗ nicht erreichbar – bezogen auf die eingestellte Laufzeit |
Break-even-Chart
- Durchgezogene Linien: kumulierte Kosten (rot) gegen kumulierten Bruttoertrag (grün). Der Schnittpunkt ist der Break-even-Zeitpunkt.
- Die X-Achse reicht dynamisch bis maximal 3× Laufzeit (mindestens 72 Monate), damit auch längere Strategien sichtbar bleiben.
- Die Ertragslinie startet erst nach Ablauf der Erstellungszeit – bei SEO also zum Beispiel M1–M3 mit 0 €.
- Aktionen erscheinen mit ihrem Budget nur in den aktiven Monaten; ihre Kunden folgen zeitversetzt.
- Gestrichelte Linien: Bruttoertrag zu Kosten pro Monat. Defizitäre Monate werden direkt erkennbar.
- Links kumulierte Werte, rechts Monatswerte.
Schritt 24
Ziel-Rückrechnung
Eingabe: Ziel-Kundenzahl – frei wählbare Neukundenzahl für die eingestellte Laufzeit. Das Tool rechnet zurück, welches Budget dafür nötig wäre: Alle skalierbaren Kanäle werden mit einem gemeinsamen Faktor verändert, exakt im Monatsmodell, mit Sättigung, Saisonalität, Anlaufkurve und Halo.
| Ergebnisfeld | Beschreibung |
|---|---|
| Zielerreichung mit aktuellem Budget | Prozentsatz des Ziels, der mit dem aktuellen Budget erreichbar ist |
| Benötigte Gesamtinvestition | Hochgerechnete Gesamtkosten für das Zielvolumen |
| Zusätzliches Budget nötig | Differenz zur aktuellen Investitionsplanung |
| Skalierungsfaktor | Faktor, um den das Budget der skalierbaren Kanäle erhöht werden müsste |
| Kosten pro Kunde (Ziel) | Kosten je Neukunde bei Ziel-Skalierung |
| Benötigtes Budget p. M. | Monatliche Kanalkosten + Betreuungsbudget bei Ziel-Skalierung |
Die Tabelle darunter zeigt je Kanal: aktuelle und erreichbare Kunden, aktuelles und benötigtes Budget pro Monat, die Differenz, die Grenzkosten des nächsten Kunden, das Break-even-Budget B* und den Status (Sättigungsstufe, „linear (kein Potenzial) – optimistisch“ oder „Aktion, nicht skaliert“).
- Grüner Hinweis: Das Ziel ist erreichbar.
- Gelber Hinweis: erreichbar, aber ein Kanal ist sehr stark gesättigt oder der nächste Kunde kostet mehr, als er an Deckungsbeitrag bringt – mit Nennung der Kanäle.
- Nicht erreichbar: wenn die Potenziale das Ziel nicht hergeben.
Die einmalige Anfangsinvestition ist in der Gesamtinvestition enthalten, nicht im Monatswert. Prüfen Sie vorwärts: Wenn Sie die benötigten Budgets in die Kanäle übertragen, ergibt die Hauptrechnung das Ziel. Bei Aktionen bleibt das Budget je Aktion unverändert.
Schritt 25
Budget-Verschiebung testen (Simulation, Pro)
Über „Simulation einblenden“ verteilen Sie Budget testweise zwischen den Kanälen um und sehen sofort die Wirkung auf Kunden, Grenzkosten und Ziel. Der KI-Vorschlag (Pro, mit eigenem API-Schlüssel) erhält dafür die Kurvendaten jedes Kanals – Potenzial, Form, Sättigungsgrad, Grenzkosten und Break-even-Budget – und macht einen begründeten Vorschlag. Aktionskanäle bleiben dabei fest. Jeder Vorschlag bleibt ein Vorschlag: Die Rechnung im Tool zeigt, was er auslöst.
Schritt 26
Customer Lifetime Value (CLV)
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Retention Rate (%) | Anteil der Kunden, die im Folgejahr bleiben |
| Auftragswert p. a. (€) | Durchschnittlicher Jahresumsatz je Bestandskunde |
| CLV-Dauer (Jahre) | Wie viele Jahre ein Kunde durchschnittlich gehalten wird |
| Diskontsatz (%) | Abzinsungsfaktor für zukünftige Zahlungen |
Ergebnisse: Netto-CLV pro Kunde, Gesamtzahl CLV-Kunden sowie Brutto- und Nettoumsatz über die Laufzeit.
Die Retention Rate erzeugt automatisch die Anzahl der Strategie-Gesamtkunden als 100-%-Ausgangsbasis. Die Gewinnmarge wird automatisch aus den Basisdaten übernommen. Der ermittelte durchschnittliche Auftragswert wird in den CLV übernommen – Stammkunden haben unter Umständen einen anderen Auftragswert, dieser lässt sich manuell eingeben.
CLV-Strategie-Analyse (Schieberegler)
Der Schieberegler von 1 bis 100 % simuliert verschiedene Retention-Szenarien in Echtzeit. Das CLV-Prognose-Chart zeigt die Entwicklung über die eingestellte Laufzeit als Liniendiagramm.
Schritt 27
Backup herunterladen und hochladen (Pro)
Klick auf „Backup herunterladen“. Es erscheint eine Passwort-Abfrage:
| Auswahl | Ergebnis |
|---|---|
| Mit Passwort | Datei wird AES-256-verschlüsselt gespeichert – Format .validator |
| Ohne Passwort (leer lassen) | Datei wird als lesbare JSON-Datei gespeichert – Format .json |
Der Dateiname enthält den Unternehmensnamen und das Datum. Das Backup enthält alle Eingabefelder einschließlich Potenzial, Bezug, Aktionseinstellungen und Herkunft der Werte, Unternehmensname und Überschrift, Logo und Header-Bild, alle Kanal-Konfigurationen samt Schaltzuständen sowie alle gespeicherten Strategiepläne.
Zum Laden auf „Backup hochladen“ klicken und die Datei auswählen. JSON-Dateien werden direkt geladen, bei verschlüsselten .validator-Dateien erscheint die Passwort-Abfrage. Nach dem Import sind alle Eingaben, Pläne, Logo und Header sofort verfügbar. Fehlen in einer Datei Felder, gelten die Ausgangswerte des Tools.
Schritt 28
Ergebnisse als PDF speichern (Pro)
Klick auf „Ergebnisse als PDF“ öffnet den Browser-Druckdialog. Dort „Als PDF speichern“ wählen statt eines Druckers. Das Tool erstellt dafür einen eigenen Bericht im dunklen Design des Tools; Bedienelemente wie Buttons und Eingabefelder erscheinen nicht.
| Teil | Inhalt |
|---|---|
| Deckblatt | Logo, Headerbild, Firmenname und Überschrift. Sind Firmenname und Überschrift leer, steht dort „Strategieplanung“ mit dem Erstelldatum. |
| Ergebnisse der Gesamtlaufzeit | Gesamtkennzahlen mit Laufzeit, Startmonat und Währung |
| Ergebnis je Kanal | Investition, Kunden, Kosten je Kunde, Ertrag und ROI, Halo-Anteil |
| Monatlicher Verlauf | Kunden pro Monat als Diagramm |
| Sättigung je Kanal | Sättigungsgrad, Grenzkosten des nächsten Kunden, Budgetgrenze B* |
| Annahmen je Kanal | Herkunft der Werte, Potenzial, Bezug, Form, Anlaufzeit bzw. Aktion, dazu die Halo-Verbindungen |
| Zielrückführung | nur, wenn eine Ziel-Kundenzahl eingetragen ist |
| Break-even-Analyse und CLV | wie im Tool |
| Hinweise aus der Prüfung | Meldungen der Eingabeprüfung (Schritt 21) |
| Einordnung | Hinweis, dass der Bericht eine Planungsrechnung auf Basis Ihrer Annahmen ist und keinen Nachweis der Wirkung einzelner Kanäle darstellt |
Rechtlicher Hinweis
Aus den Ergebnissen dieses strategischen Simulators können keine rechtlichen Ansprüche oder Garantien abgeleitet werden. YourValidator ist ein mathematisches Planungswerkzeug, das mit Ihren Annahmen und optional mit allgemeinen Benchmark-Ranges rechnet.
Da Sie das System mit Ihren eigenen, selbst recherchierten Marktzahlen, Budgets und Faktoren füllen, liegt die Verantwortung für die operative Umsetzung und den tatsächlichen Erfolg der Kampagnen bei Ihnen und Ihrer Agentur oder Ihrem Team.
Die Berechnungen sind als vereinfachte strategische Annäherung für Ihre Forecast-Planung zu verstehen, nicht als exakte zeitliche oder betriebswirtschaftliche Punktlandung. Die vollständigen rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie im Impressum.
Beim Hochladen von Logo und Headerbild gilt: Nur eigene oder lizenzierte Grafiken verwenden. Der Nutzer haftet für Urheberrechtsverletzungen, die aus Veröffentlichungen oder der Bildschirmfreigabe resultieren.