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MyStrategyPlan.me - Marketing-Strategie-Software — Guide

Einmal im Browser aufgerufen funktioniert das Tool offline ohne Internetanbindung.

Die 3 Ebenen der Marketing-Strategie-Validierung

🤖 Kreativer Start


Ebene 1: "AI" Ideen- Daten

• Ideen & Benchmarks
• Schnelle, breite Masse
• Manchmal fehlerhaft


Annahme

🧮 Mathematische Prüfung


Ebene 2: MyStrategyPlan

• Reale Wirtschaftsmetriken
• Objektiv & reproduzierbar
• Unbestechliche Fakten


Berechnung

🧑‍💼 Finale Instanz


Ebene 3: Menschliche Validierung

• Validiert die Ergebnisse
• Trifft die Entscheidung
• Übernimmt Verantwortung


Valide Strategie



! Beachtet den begrenzten Browserspeicher:

Sichert jeden finalen Plan als Backup auf eurem Gerät.
Der Browser-Speicher ist kein Archiv.

Möchtet Ihr parallel in zwei Tabs rechnen, nutzt  dafür zwei unterschiedliche Browser (z.B. Chrome + Firefox)
statt zwei Tabs im selben Browser – sonst kann sich die zuletzt gespeicherte Änderung überschreiben,
da alle Eingaben lokal im Browser gespeichert werden, nicht auf einem Server.

! Empfehlung: Speichert eure Backups und Pläne auf eurem Rechner.
Löschet regelmäßig den Cache (danach Key neu eingeben).


Header-Foto hochladen (optional) ⚠️ Ladet nur eigene oder lizenzierte Grafiken hoch.
Der Nutzer haftet für Urheberrechtsverletzungen, die aus Veröffentlichungen oder der Bildschirmfreigabe resultieren.

Ein kurzer Auszug: 3 Beispiele - Vergleiche jede Marketing-Kategorie direkt


Mit zwei Klicks Zusatzkanal erstellen und vergleichen.
Berechne welche Deiner Marketingkanäle sich gegenseitig verstärken – und wo Dein Budget an natürliche Grenzen stößt.
Der Halo-Effekt zeigt den echten Wert eines Kanals jenseits seiner direkten Kennzahlen:
warum Ihre Offline-Kampagne Ihren SEO-Traffic steigert, oder warum ein Golfclub-Netzwerk keine Sättigungsgrenze kennt.
Validiere diese Zusammenhänge mathematisch – bevor Du präsentierst.

Wo greifen Halo und Sättigung besonders vorteilhaft?

Vergleich 1 – Paid Advertising: Google Ads · Bing · Meta · LinkedIn

Plattform Halo-Effekt Sättigung Besonderheit
Google AdsSearch Intent hochStärkt Brand-SEO direkt mittelKeywords werden teurer Stärkster Halo auf organischen Traffic – messbar nach 2–4 Wochen
Bing AdsUnterschätzter Kanal mittelÄltere, kaufkräftige Zielgruppe geringMarkt weniger gesättigt Sättigung tritt später ein – oft besserer ROI bei gleichem Budget
Meta AdsFacebook · Instagram hochReferral + Brand Awareness hochFrequenz steigt schnell Halo auf Referral stark – Sättigung tritt früh ein, Alpha beachten
LinkedIn AdsB2B fokussiert mittelHalo auf Email + Referral geringNische, wenig Konkurrenz Teuerster CPC – aber höchste Lead-Qualität im B2B, CLV beachten

Vergleich 2 – Referral & Empfehlungsmarketing: Golfclub · Schützenverein · Mittelstandsvereinigung

Netzwerk Halo-Effekt Sättigung Besonderheit
GolfclubHochpreissegment sehr hochAuf SEO, Offline, PR keinePersönliche Empfehlung Höchste Conversion aller Referral-Typen – kein Alpha-Limit
SchützenvereinLokale Verwurzelung hochAuf Offline + Local SEO keineOrganisches Wachstum Starker Halo auf lokale Kanäle – erreicht Zielgruppe die digital nicht erreichbar ist
MittelstandsvereinigungB2B Netzwerk hochAuf PR + Email + LinkedIn keineEmpfehlung skaliert Multiplikator-Effekt – eine Empfehlung erreicht viele Unternehmen gleichzeitig

Vergleich 3 – Organische Reichweite: SEO · Google · Bing · YouTube

Kanal Halo-Effekt Sättigung Besonderheit
SEOGoogle organisch hochEmpfänger aller Halo-Quellen mittelSuchvolumen ist endlich Stärkster Halo-Empfänger – TV, Offline, PR wirken alle auf SEO ein
Google DiscoverPush-Content mittelAuf Brand-SEO geringAlgorithmus-abhängig Sättigung kaum planbar – Halo auf Markenbekanntheit
Bing SEOUnterschätzt mittelAuf Direct Traffic geringWeniger Wettbewerb Kleineres Volumen, geringere Sättigung – ideal für Nischenmärkte
YouTubeVideo-SEO sehr hochAuf SEO + Brand + Referral mittelProduktionskosten steigen Stärkster Halo-Geber nach TV – pusht SEO, Referral und Brand gleichzeitig

Deine strategische Roadmap – in 7 Schritten zur validierten Marketingstrategie


Bevor Du mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung beginnst: Diese Roadmap zeigt Dir den
optimalen Weg von der ersten Orientierung bis zur laufenden Strategiesteuerung.

YourValidator

Tool-Anleitung – vollständige Referenz


Stand: Oktober 2026 · gilt für YourValidator.de (DE); die englischen Fassungen (YourValidator.com, YourValidator.org, MyStrategyPlan.me) folgen

© 2026 · YourValidator.de


Diese Anleitung beschreibt alle Funktionen des Rechners – von der Ersteinrichtung über die Sättigung je Kanal bis zur laufenden Strategiesteuerung. Sie können sie von vorn nach hinten lesen oder direkt zu einem Schritt springen. Die Schritte 13 bis 19 erklären ausführlich, wie das Tool Sättigung rechnet, wie Sie Annahmen korrekt eingeben und wie Sie die Ergebnisse bewerten.

Das Tool läuft vollständig im Browser. Alle Eingaben bleiben lokal (localStorage); Planungsdaten werden nicht an YourValidator übertragen. Nach dem ersten Aufruf funktioniert die Berechnung auch offline. Nur wenn Sie die optionalen KI-Funktionen nutzen, sendet Ihr Browser die Anfrage mit Ihrem eigenen API-Schlüssel direkt an den gewählten KI-Anbieter.

Rechner öffnen und mitlesenOhne Anmeldung. Ohne E-Mail. Sofort starten.

Ihre strategische Roadmap – in 7 Schritten zur durchgerechneten Marketingstrategie


Bevor Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung beginnen: Diese Roadmap zeigt den Weg von der ersten Orientierung bis zur laufenden Strategiesteuerung.

A

Orientierung & Inspiration

Öffnen Sie das Tool und erkunden Sie die voreingestellten Beispielwerte. Lassen Sie sich von den Kanälen, Visualisierungen und Ergebnissen inspirieren. Finden Sie heraus, welche Kanäle für Ihr Unternehmen, Ihre Branche und Ihre Zielgruppe grundsätzlich in Frage kommen. Noch keine eigenen Zahlen – nur Orientierung.

B

Masterstrategie: Kanäle festlegen

Wählen Sie die Kanäle für Ihre Masterstrategie aus – laufende Kanäle ebenso wie einmalige Aktionen, etwa eine Messe. Tragen Sie eigene recherchierte Zahlen ein, spielen Sie mit Benchmarkwerten oder nutzen Sie die einblendbaren Benchmark-Ranges als Orientierung. Diese Auswahl bildet das Fundament aller weiteren Berechnungen.

C

Standardeingaben konfigurieren

Tragen Sie Ihre Basisdaten ein: Kundenbezeichnung, Strategielaufzeit, Währung, durchschnittlicher Auftragswert, Gewinnmarge, Stadt und Branche. Diese Werte gelten für alle Kanäle gleichzeitig und bestimmen die Grundlage jeder Berechnung.

D

Parameter berücksichtigen

Verfeinern Sie Ihre Strategie mit den qualitativen und mathematischen Parametern: Regionalität, Marktstellung, Saisonalität, Halo für Kanal-Synergien und das Potenzial je Kanal für abnehmende Grenzerträge. Jeder Parameter wirkt direkt und in Echtzeit auf das Gesamtergebnis.

E

Masterstrategie berechnen, speichern & prüfen

Berechnen Sie Ihre vollständige Strategie mit allen Kennzahlen, Break-even-Analyse, Kundenwert und Ziel-Rückrechnung. Lesen Sie in jeder Kanalbox Sättigungsgrad und Grenzkosten. Speichern Sie das Ergebnis als Masterplan. Prüfen und finalisieren Sie die Zahlen gemeinsam mit Ihrer Agentur oder Ihrem Marketingteam – auf Basis derselben mathematischen Grundlage.

F

Masterstrategie präsentieren

Nutzen Sie Ihre durchgerechnete Masterstrategie als Präsentationsgrundlage: im Partnergespräch, bei der Bank, beim Steuerberater oder als interaktives Live-Forecastmeeting direkt im Tool im Vollbildmodus. Jede Frage wird in Echtzeit durchgerechnet – mit Ihren eigenen Zahlen.

G

Laufende Pläne erstellen & verfeinern

Erstellen Sie fortlaufend neue Planvarianten, verfeinern Sie Szenarien und speichern Sie jeden Stand als eigenen Plan. Vergleichen Sie jeden neuen Plan mit Ihrer Masterstrategie – mit Differenzanzeige und Trendpfeilen. So bleibt Ihre Strategie aktuell und nachvollziehbar.

Schritt-für-Schritt-Anleitung


Schritt 1

Toolheader einrichten

Firmenlogo oder Privatporträt hochladen – max. 0,5 MB.

Auf das Dateifeld unter „Logo hochladen“ klicken. Unterstützte Formate: JPG, PNG, GIF, WebP. Das Logo wird oben im Tool und im PDF angezeigt. Über „Löschen“ wird es entfernt und aus dem Browser-Speicher gelöscht.

Schritt 2

Firmenname oder eigenen Namen eingeben

Freitextfeld direkt daneben. Der eingegebene Name wird beim Speichern als Standard-Planname vorgeschlagen und erscheint im Backup-Dateinamen. Wird im PDF mit ausgegeben.

Schritt 3

Unternehmens- oder Privat-Headerfoto hochladen – max. 2 MB

Zusätzliches Bild für den Seitenkopf. Gleiche Formate wie beim Logo. Wird im PDF mit ausgegeben.

Schritt 4

Überschrift eingeben

Zweites Textfeld für eine optionale Unterzeile oder Bereichsbezeichnung – zum Beispiel „Forecastmeeting“ oder „Strategieplanung“.

Schritt 5

Eingaben automatisch speichern oder löschen

FunktionWirkung
Ja, Eingaben speichernAktiviert die automatische Speicherung im Browser-Speicher (localStorage). Ab diesem Zeitpunkt wird jede Änderung gespeichert, einschließlich der Halo-Verbindungen. Beim nächsten Aufruf lädt das Tool die Daten automatisch – ohne Klick. Ohne diese Zustimmung werden Eingaben nicht gespeichert.
Eingaben löschenSchaltet die Speicherung aus und löscht die gespeicherten Eingaben samt Halo sofort und unwiderruflich. Die Seite bleibt, wie sie ist; beim nächsten Aufruf startet das Tool mit den voreingestellten Beispielwerten.
Gespeicherte Daten löschenNur sichtbar, solange die Speicherung aktiv ist. Löscht die gespeicherten Eingaben und setzt die Seite sofort zurück: Beispielwerte, eigene Kanäle entfernt, Halo leer, Kundenbezeichnung und Währung auf Standard.
StatusanzeigeZeigt an, ob die Speicherung aktiv ist.

Nicht automatisch gelöscht werden Ihre eigenen Einstellungen und Ablagen: gespeicherte Pläne (einzeln über „Plan löschen“, Schritt 22), Logo und Headerbild (eigene Löschknöpfe, Schritte 1 und 3), Firmenname und Überschrift (Feld von Hand leeren) sowie API-Schlüssel (Feld leeren und speichern).

Der Browser-Speicher ist kein Archiv. Sichern Sie jeden finalen Plan als Backup auf Ihrem Gerät (Schritt 27). Für paralleles Arbeiten an zwei Plänen zwei unterschiedliche Browser verwenden, nicht zwei Tabs im selben Browser.

Schritt 6

Basisdaten

FeldBedeutung
Stadt / RegionKeine Berechnungsbedeutung – wird im PDF ausgegeben
Branche / FachgebietKeine Berechnungsbedeutung – wird im PDF ausgegeben
Ø Auftragswert (€)Durchschnittlicher Umsatz pro gewonnenem Kunden
Gewinnmarge (%)Anteil des Umsatzes, der als Gewinn verbleibt. Auftragswert × Gewinnmarge ergibt den Deckungsbeitrag pro Kunde – die Größe, an der Grenzkosten und Break-even-Budget gemessen werden.
KundenbezeichnungKunden, Klienten, Mandanten, Mitglieder, Patienten
Währung€, $

Schritt 7

Strategiezeitraum & globale Veränderung

Gesamtlaufzeit der Strategie in Monaten und Beginnmonat festlegen. Der Beginnmonat bestimmt, welcher Saisonwert auf welchen Strategiemonat fällt.

Das Feld „Globalergebnisse + − (%) ohne Paid/Kampagnen“ verändert die Ergebnisse aller Kanäle außer Paid gleichzeitig in Prozent – zum Beispiel −20 % als Rezessionsannahme oder +30 % bei einer neuen gesetzlichen Regelung. Negative Werte sind ausdrücklich erlaubt. Die Einstellung verändert die Ergebnisse, nicht die eingegebenen Konversionsraten.

Schritt 8

Investition für Einrichtung und Betreuung

FeldBedeutung
Einmalige Anfangsinvestition (€)Website, Setup, Einrichtungskosten – wird in die ROI-Berechnung eingerechnet
Laufendes Betreuungsbudget p. M. (€)Monatliche Betriebskosten – gehen in die Gesamtkosten-Berechnung ein

Schritt 9

Marktfaktoren

Über Dropdown-Felder werden qualitative Marktbedingungen sowie Marktstellung und Positionierung eingestellt. Jeder Faktor wirkt als Multiplikator auf die Gesamtergebnisse.

FaktorSpanne
Regionalität / Standortländlich (0,8) bis Metropole (1,2)
Marktstellung / Positionierungneue Firma (0,7) bis Marktführer (1,3)

Beide Einstellungen werden miteinander verrechnet und als kombinierter Gesamtwert angezeigt.

Saisonalitätsfaktoren

Prozentualer Wert pro Monat. Die Werte werden umgerechnet und farblich visualisiert:

FarbeBereich
blausaisonaler Standard – 96 % bis 104 %
rotsaisonale Schwäche – unter 95 %
grünsaisonale Stärke – ab 105 %

Für Aktionskanäle (Schritt 17) gilt die Saisonalität nicht, weil der Monat einer Aktion bewusst gewählt wird.

Schritt 10

Marketing-Kanäle

Jeder Kanal hat einen Schalter. Deaktivierte Kanäle fließen nicht in die Berechnungen ein.

Vorbelegter StandardkanalHauptkennzahl (Grundfeld)Kanaltyp
SEOSuchvolumen p.M.Pull
PRReichweite p.M. (Personen)Push
Social MediaReichweite p.M.Push
E-MailE-Mails versendet p.M.Owned
OfflinePersonen erreicht p.M.Push
ReferralEigene Kunden × Referral Rate + eigene Referrals p.M.Owned
PaidTagesbudget und Cost per ClickPull (Klick)

Unbegrenzt Kanäle mit einem Klick hinzufügen: 20 Vorlagen zur Auswahl – darunter „Messe / Event (Aktion)“ –, zusätzlich individuell erstellbare Kanäle.

Optional: alternativen Auftragswert pro Kanal eingeben. Der Durchschnitts-Auftragswert wird im Gesamtergebnis ausgewiesen und in den CLV-Strategierechner übernommen.

Herkunft der Werte

Neben den Schaltern „Kanal aktiv“ und „Timeline aktiv“ steht das Auswahlfeld „Herkunft der Werte“. Dort legen Sie je Kanal fest, woher seine Werte stammen:

AuswahlBedeutung
nicht angegebenStandard, keine Angabe
Gemesseneigene Daten, Analytics, CRM
Erfahrungswertfrühere Kampagnen, Branchenwerte
Schätzungneuer Kanal, keine Daten

Das Feld ist rein informativ und hat keine Wirkung auf die Rechnung. Die gewählte Herkunft steht in der Kanalbox (Schritt 18) und im PDF unter „Annahmen je Kanal“ (Schritt 28) und wird mit Plan, Backup und automatischer Speicherung gesichert. Die KI setzt das Feld nur, wenn Sie die Herkunft im Prompt selbst nennen. So sieht jeder Leser des Plans, welche Zahlen belegt und welche angenommen sind.

Schritt 11

Kanal-Eingaben

Jeder aktive Kanal hat einen Funnel aus vier Stufen: das Grundfeld (Suchvolumen, Reichweite, versendete E-Mails …), eine erste Rate (CTR, Engagement-, Öffnungs- oder Reaktionsrate), die Rate zum Lead und die Rate zum Kunden – dazu das monatliche Budget. Bei Paid ersetzen Tagesbudget und Cost per Click das Grundfeld: Budget ÷ CPC ergibt die Klicks. Alle Kennzahlen werden pro Kanal inklusive errechneter Kanalergebnisse detailliert angezeigt.

Das Budget pro Kanal wird manuell eingegeben. Wie das Budget auf die Kunden wirkt, bestimmt das Sättigungsmodell (Schritt 13) – nicht eine feste Kopplung.

Halo-Attribution

Quellkanäle eintragen, dazu die prozentuale Auswirkung, den Lag (Verzögerung in Monaten) und den Decay (Abklingrate in Prozent pro Monat).

ParameterDefinition
QuellkanalKanal, der den Halo erzeugt (z. B. PR, Offline, eine Messe)
AuswirkungProzentualer Gesamt-Halo auf den Zielkanal, bezogen auf die Kunden der Quelle
LagVerzögerung in Monaten, bis der Halo einsetzt
DecayAbklingrate in Prozent pro Monat

Halo-Kunden kommen nicht sofort, sondern zeitversetzt. Der Lag legt fest, wie viele Monate nach der Aktivität im Quellkanal der Halo einsetzt. Der Decay verteilt ihn danach über die folgenden Monate. Bei 15 % kommen im ersten Monat 15 % an, vom Rest im nächsten Monat wieder 15 % und so weiter.

Jeder Monat im Quellkanal erzeugt neue Halo-Kunden. Was davon erst nach dem Ende der Laufzeit ankommt, zählt nicht im Ergebnis. Das Tool weist diesen Teil separat als „Halo nach der Laufzeit“ aus.

Beispiel: 12 Monate Laufzeit, PR bringt 5 Kunden pro Monat Halo auf SEO: 20 %, Lag 2, Decay 15 %
  • Insgesamt entstehen 60 × 20 % = 12 Halo-Kunden.
  • 5,4 davon kommen innerhalb der 12 Monate an und zählen im Ergebnis.
  • 6,6 kommen erst danach an. Die PR-Kunden aus Monat 11 und 12 wirken wegen des Lags erst ab Monat 13. Die früheren Kunden sind wegen des Decays bis zum Laufzeitende noch nicht vollständig angekommen.

Wichtig:

  • Der Halo-Prozentwert ist immer die Gesamtmenge. Lag und Decay verteilen sie nur über die Zeit.
  • Ein kleinerer Decay bedeutet nicht mehr Halo. Er kommt nur langsamer an, und mehr davon fällt nach der Laufzeit an.
  • Decay 0 ist der Sonderfall ohne Verteilung: Der gesamte Halo kommt im Einsatzmonat (nach dem Lag) auf einmal an.
  • Halo bringt zusätzliche Kunden im Zielkanal. Er verändert nicht dessen Sättigungskurve oder Potenzial.

Hinweis zu Werten aus anderen Quellen: Oft wird statt des Decays die „Retention“ α angegeben. Dann ist Decay = 1 − α, also α 0,85 → Decay 15 %.

Das logistische Timeline-Modell (Anlaufkurve)

Sichtbarkeit wächst besonders bei SEO und PR nicht linear, sondern als S-Kurve: erst eine Erstellungszeit ohne Ertrag, dann eine flache Anlaufphase, der steile Anstieg und oben die Einmündung ins Zielvolumen.

Monate in der Erstellungszeit: Faktor 0 Danach, mit t = Monat − Erstellungszeit: f(t)_raw = 1 / (1 + e^(−k · (t − t₀))) Normierter Skalierungsfaktor: Faktor(t) = ( f(t)_raw − f(0)_raw ) / ( f(T)_raw − f(0)_raw )
ParameterDefinition
ErstellungszeitMonate ohne Erträge (z. B. Aufbau von Inhalten)
TSichtbarkeitsdauer bis Ziel in Monaten
t₀Wendepunkt: t₀ = T × Wendepunkt (% der Sichtbarkeitsdauer); Standard 50 %
kSteilheit, gekoppelt an die Sichtbarkeitsdauer: k = max(0,5 ; 4 / T)

Die Streckung fixiert die Kurve: Der Anfang der Anlaufphase startet exakt bei 0,00, das Ende der Sichtbarkeitsdauer landet punktgenau bei 1,00.

  • SEO und PR bilden das reale Anlauftal ab. Keine Monat-1-Illusion – das schützt das Working Capital und berechnet den Break-even sauber.
  • Paid springt bei einer Sichtbarkeitsdauer von 0 sofort ab Monat 1 auf den Faktor 1,00.

Schritt 12

Kanäle hinzufügen, löschen und Benchmarks einblenden

Über „Kanal hinzufügen“ lassen sich unbegrenzt eigene Kanäle mit individuellem Namen anlegen: als Standard-Funnel, als Paid-/CPC-Kanal mit Tagesbudget oder als Referral-/Netzwerk-Kanal, wahlweise aus einer der 20 Vorlagen. Jeder manuell hinzugefügte Kanal kann wieder entfernt werden; Halo-Verweise auf ihn werden dabei mit entfernt.

Über „Benchmark einblenden“ wird für jeden Kanal eine Benchmark-Leiste sichtbar:

  • Für jede Kennzahl (CTR, Click to Lead, Lead to Kunde, Kosten pro Lead, Kosten pro Kunde) lässt sich ein Min- und Max-Branchenwert hinterlegen
  • Der eigene Wert wird dem Richtwert gegenübergestellt
  • Ein Status bewertet jeden Wert: ✓ im Bereich · ! Grenzbereich · ✗ außerhalb
  • Im Kanal-Header erscheint ein kompakter Status als Schnellübersicht

Sättigung, Annahmen und Bewertung


Die folgenden Schritte erklären das Herzstück des Rechners: wie mit steigendem Budget die zusätzlichen Kunden abnehmen, welche Annahmen Sie dafür eintragen und woran Sie erkennen, ob ein Budget noch wirtschaftlich ist.

Schritt 13

Sättigung: Potenzial und Hill-Funktion

Märkte sind endlich. Mit steigendem Budget bringt jeder weitere Euro weniger zusätzliche Kunden, und der nächste Kunde wird teurer. Das Tool bildet das mit der Hill-Funktion ab – derselben Sättigungsfunktion, die auch in Marketing-Mix-Modellen wie Google Meridian und Meta Robyn verwendet wird. Der Unterschied: Dort werden die Parameter aus Daten geschätzt, hier tragen Sie Ihre Annahmen ein.

Kunden pro Monat: K(B) = P · B^s / (B^s + H^s) P Potenzial: so viele Kunden pro Monat sind höchstens erreichbar B Monatsbudget des Kanals H Budget, bei dem die Hälfte des Potenzials erreicht ist s Form der Kurve (Standard 1)

H geben Sie nicht ein. Das Tool berechnet es so, dass die Kurve genau durch Ihren heutigen Punkt geht – Ihre Kanalwerte bei Ihrem Bezugsbudget (Schritt 14):

H = Bezugsbudget · (P / K_heute − 1)^(1/s)

Damit gilt immer: Bei Ihrem Bezugsbudget rechnet das Tool exakt Ihre eingegebenen Werte. Erst wenn das Budget davon abweicht, wirkt die Sättigung.

Woraus sich das Potenzial je Kanal ergibt

KanalPotenzialfeldPotenzial pro MonatWas knapp ist
SEOMax. erreichbare durchschnittliche CTR über das betrachtete Suchvolumen (%)Suchvolumen × max. CTR × FolgeratenDie Suchen selbst – Budget gewinnt einen größeren Anteil, erzeugt aber keine zusätzlichen Suchen
PaidMax. erreichbare Klicks/Monatmax. Klicks × FolgeratenVerfügbare Suchanfragen und Einblendungen
PR, Social Media, OfflineMax. Reichweite bzw. max. erreichbare Personen pro Monat (unter „Erweitert“ zusätzlich max. Rate)Obergrenze × max. Rate × FolgeratenDie erreichbare Zielgruppe
E-MailMax. E-Mails pro Monat (Versand)Obergrenze × max. Öffnungsrate × FolgeratenAdressen und Versandmenge
ReferralMax. Empfehlungen pro MonatObergrenze × max. Referral-to-Kontakt-Rate × FolgeratenEmpfehlungsbereite Kunden und Partner
Eigene KanäleMax. [Grundfeld] pro Monat bzw. max. KlicksObergrenze × max. Rate × Folgeratenje nach Kanal
Aktionen (Messe)Max. Kontakte pro Monatje aktivem Monat, siehe Schritt 17Besucher und Gesprächskapazität

Bei den Reichweitenkanälen und den eigenen Listen ist nur die Obergrenze sichtbar. Die maximale Rate liegt unter „Erweitert“; bleibt sie leer, rechnet das Tool mit Ihrer heutigen Rate. Die Kanalbox zeigt an, ob die maximale Rate eingetragen oder übernommen ist.

Drei Zustände

ZustandRechnungAnzeige
Potenzial eingetragen und plausibelHill-FunktionSättigungsgrad, Grenzkosten, Break-even-Budget
Kein PotenzialLinear ab dem Bezugsbudget: doppeltes Budget ergibt doppelte Kunden„linear (kein Potenzial) – optimistisch“
Potenzial nicht über den heutigen KundenBis zum Bezugsbudget linear, darüber keine weiteren KundenMeldung mit Grund, z. B. „Die aktuelle CTR (20 %) liegt über der max. CTR (16 %).“

Gesättigt wird jeder Monat für sich. Die Nachwirkung des eigenen Budgets eines laufenden Kanals wird nicht separat gerechnet; bei gleichbleibendem Monatsbudget steckt sie in Ihren Eingaben. Zeitliche Effekte bilden Anlaufkurve, Halo und Aktionskanäle ab.

Beispiel SEO: Suchvolumen 4.000, CTR 8 %, Click to Lead 13 %, Lead to Kunde 31 %, Budget 4.000 €, Laufzeit 12 Monate Heute: 4.000 × 8 % × 13 % × 31 % = 12,9 Kunden/Monat (155 im Jahr) Potenzial: max. CTR 16 % → 25,8 Kunden/Monat H: 4.000 € (heute ist genau die Hälfte erreicht) Budget 2.000 € → 103 Kunden im Jahr Budget 4.000 € → 155 Kunden im Jahr Budget 8.000 € → 206 Kunden im Jahr (nicht 310)

Schritt 14

Bezug der Eingaben: für welches Budget Ihre Werte gelten

Ihre Kanalwerte – Reichweite, Raten – beschreiben eine Situation bei einem bestimmten Budget. Damit die Kurve durch den richtigen Punkt geht, muss das Tool wissen, welches Budget das ist. Die Einstellung liegt unter „Erweitert“ → „Bezug der Eingaben“:

AuswahlBedeutungWann
Meine Werte gelten für das geplante BudgetBezugsbudget = Ihr Budget zum Zeitpunkt der EingabeStandard. Wird automatisch gewählt, sobald Sie ein Potenzial eintragen.
Meine Werte gelten bei Budget X €/MonatSie geben das Bezugsbudget selbst einWenn Ihre Werte aus einem früheren Zeitraum mit anderem Budget stammen
Meine Werte gelten für ein kleines Testbudget / den ersten EuroIhre Werte gelten für die günstigsten ersten KlicksNur bei Paid, z. B. wenn CPC und Raten aus einem kleinen Test stammen

Plan oder Szenario?

Wenn Sie nach der Eingabe nur das Budget ändern, rechnet das Tool das als Szenario: Was passiert mit denselben Annahmen bei mehr oder weniger Geld? Die Kanalbox zeigt dann „Bezug: 4.000 € · geplant: 8.000 €“ und die Schaltfläche „Bezug auf aktuelles Budget setzen“.

  • Ist das neue Budget Ihr tatsächlicher Plan und gelten Ihre Werte dafür, klicken Sie die Schaltfläche. Das Bezugsbudget wird übernommen.
  • Wollen Sie ein Szenario sehen, lassen Sie es so. Das Tool rechnet die Sättigung ab Ihrem bisherigen Bezug.
  • Ändern Sie einen Kanalwert (z. B. die CTR), springt der Bezug automatisch auf das aktuelle Budget, weil Ihre neuen Werte für das jetzt eingetragene Budget gelten.
  • Bei „Budget X“ bleibt der Bezug immer fest.

Die richtige Reihenfolge ist deshalb: erst die Kanalwerte, dann das Budget, dann bei einem neuen Plan den Bezug bestätigen. Das Bezugsbudget wird mit jedem Plan gespeichert.

Schritt 15

Form der Kurve: „Was bringt doppeltes Budget?“

Potenzial und Bezug legen zwei Dinge fest: wo die Kurve heute steht und wo ihre Decke liegt. Offen ist nur, wie steil sie dazwischen verläuft. Das optionale Feld unter „Erweitert“ fragt danach: Wenn Sie statt Ihres Bezugsbudgets das Doppelte ausgeben – wie viel Prozent mehr Kunden erwarten Sie?

s = log₂[ (1 + g) · (r − 1) / (r − 1 − g) ] g Ihre Antwort (z. B. 0,25 für +25 %) r Potenzial ÷ heutige Kunden

Am SEO-Beispiel (r = 2, Bezugsbudget 4.000 €):

AntwortForm sKunden/Jahr bei 8.000 €bei 2.000 €Grenzkosten bei 4.000 €
leer (Standard)1206 (+33 %)103620 €
+25 %0,74193116842 €
+10 %0,29170140ca. 2.140 €
+60 %224862310 €
  • Leer heißt nicht „keine Annahme“, sondern die Standardform. Bei r = 2 entspricht sie +33 %.
  • Weniger als der Standard: Mehr Geld bewirkt wenig, die Kurve ist schon flach. Kürzen kostet wenig Kunden, der nächste Kunde ist teuer.
  • Mehr als der Standard: Die Kurve ist S-förmig, es gibt eine Schwelle. Kürzen trifft hart.
  • Bei genau dem Bezugsbudget ändert sich nichts, ebenso wenig am Potenzial. Die Antwort verändert nur den Verlauf links und rechts davon – und damit Grenzkosten und Break-even-Budget.
  • Erlaubter Bereich: größer als 0 und kleiner als (r − 1) × 100 %. Werte außerhalb meldet das Tool als Formfehler.

Woher die Zahl kommen kann: aus früheren Budgeterhöhungen, aus Tests oder bei Paid aus der Prognose des Werbekontos. Ohne belastbare Einschätzung lassen Sie das Feld leer.

Schritt 16

Reichweitenkanäle und eigene Listen richtig eingeben

FeldWas Sie eintragen
Obergrenze (sichtbar)Maximal erreichbare Menge pro Monat in der Einheit des Grundfelds – Personen, versendete E-Mails, Empfehlungen. Kein Bestand: Eine Liste mit 5.000 Adressen, die einmal im Monat angeschrieben wird, ergibt höchstens 5.000 E-Mails pro Monat.
VergleichswertUnter dem Feld steht „aktuell: … /Monat“. Die Obergrenze muss darüber liegen, sonst meldet das Tool, dass das Potenzial nicht über den heutigen Kunden liegt.
Max. Rate (unter „Erweitert“)Nur eintragen, wenn Sie bei mehr Budget eine bessere Rate erwarten. Leer = heutige Rate. Eine eingetragene max. Rate unter der heutigen Rate wird gemeldet.
Budget dieses Kanals (nur E-Mail, Referral)„wird hochgerechnet wie bei anderen Kanälen“ oder „ist reiner Kostenfaktor (keine Hochrechnung)“ – Letzteres nur wählen, wenn mehr Budget in diesem Kanal tatsächlich keine zusätzlichen Kunden bringt.

Bei Referral ist die Reichweite pro Monat: eigene Kunden × Referral Rate + eigene Referrals. Bei 1.000 Kunden, 5 % und 30 eigenen Referrals sind das 80 Empfehlungen pro Monat.

Schritt 17

Aktionskanäle (Flights): Messe, Event, jährliche Kampagne

Nicht jeder Kanal läuft jeden Monat. Eine Messe kostet einmal, ihre Kunden kommen über Wochen. Unter „Erweitert“ → „Zeitraum“ stellen Sie einen Nicht-Paid-Kanal von „laufend“ auf „Aktion“.

FeldBedeutung
Startmonat der AktionMonat der Strategie, in dem die Aktion stattfindet (1 bis Laufzeit)
Dauer (Monate)Anzahl aktiver Monate; Standard 1
Wiederholungkeine oder alle 12 Monate (Dauer dann höchstens 12)
Budget je Aktion (€)Gesamtbudget einer Aktion; wird gleichmäßig auf die aktiven Monate verteilt, außerhalb fällt kein Budget an
Verzögerung (Lag, Monate)Monate bis die ersten Kunden ankommen; Standard 1
Abklingrate (Decay, %)Verteilung über die Folgemonate, gleiche Definition wie beim Halo; Standard 50 %
  • Kontakte, Raten, Obergrenze und Bezugsbudget gelten für einen aktiven Monat. Die Sättigung wird je aktivem Monat auf „Budget je Aktion ÷ Dauer“ gerechnet.
  • Keine Anlaufkurve und keine Saisonalität; das Wachstum aus Schritt 7 wirkt wie bei den übrigen Kanälen.
  • Die Verteilung erzeugt keine zusätzlichen und verliert keine Kunden. Was erst nach dem Strategieende ankäme, zählt nicht im Ergebnis und wird separat ausgewiesen.
  • In der Ziel-Rückrechnung bleiben Aktionen als feste Blöcke unverändert („Aktion, nicht skaliert“). Die Budgetzellen zeigen den Monatsdurchschnitt und das Budget je Aktion.
  • Eine Aktion kann Halo-Quelle für andere Kanäle sein.
Beispiel: Vorlage „Messe / Event“, Laufzeit 12 Monate Messe in Monat 5, Dauer 1, Budget je Aktion 15.000 € 2.000 Kontakte × 15 % Gesprächsquote × 30 % zu Lead × 20 % zu Kunde = 18 Kunden aus der Messe Verzögerung 1, Abklingrate 50 %: Monat 6: 9 · Monat 7: 4,5 · Monat 8: 2,25 · … Innerhalb der Laufzeit: 99 % der Kunden; nach Strategieende: 0,1

Die Validierung meldet einen Startmonat außerhalb der Laufzeit, eine Aktion, die über das Laufzeitende hinausreicht, eine Aktion komplett außerhalb der Laufzeit und eine Dauer unter einem Monat.

Schritt 18

Die Kanalbox lesen

Unter den Feldern jedes Kanals steht die Kanalbox. Sie fasst zusammen, was Ihre Annahmen bedeuten:

AnzeigeBedeutung
Werte gelten für … €/MonatIhr Bezugsbudget. Bei Abweichung: „Bezug: … · geplant: …“ mit Schaltfläche (Schritt 14). Bei Paid zusätzlich das Tagesbudget.
SättigungsgradHeutige Kunden ÷ Potenzial. Stufen: unter 50 % geringe, ab 50 % deutliche, ab 75 % starke, ab 90 % sehr starke Sättigung.
Grenzkosten nächster KundeWas ein zusätzlicher Kunde an zusätzlichem Budget kostet
Ab ca. … €/Monat bringt der nächste Kunde weniger Deckungsbeitrag, als er kostetBreak-even-Budget B* des Kanals
Potenzial = Obergrenze × max. Rate (eingetragen / übernommen)Bei Reichweitenkanälen: ob die max. Rate eingetragen oder von der heutigen Rate übernommen ist
Herkunft der Werte: …Ihre Angabe aus Schritt 10; erscheint nur, wenn eine Herkunft gewählt ist
MeldungenPotenzial zu niedrig, fehlender Bezug, Formfehler, negative oder unmögliche Werte
Grenzkosten = Durchschnittskosten pro Kunde / ( s · (1 − Sättigungsgrad) ) Break-even-Budget (s = 1): B* = √( P · H · Deckungsbeitrag pro Kunde ) − H

Am SEO-Beispiel: Durchschnittlich kostet ein Kunde 310 €. Bei 50 % Sättigung kostet der nächste Kunde aber 620 €. Bei 8.000 € Budget sind es schon 1.396 €. Mit 4.000 € Auftragswert und 50 % Marge (2.000 € Deckungsbeitrag) lohnt sich mehr Budget, solange die Grenzkosten darunter liegen – im Beispiel bis etwa 10.364 € im Monat. Das ist das Break-even-Budget B*.

Schritt 19

Annahmen korrekt eingeben und die Berechnung bewerten

Checkliste für die Eingabe

PrüfpunktRichtigHäufiger Fehler
SEO-SuchvolumenGesamtes relevantes Volumen, auch noch nicht rankende Begriffe; CTR über genau dieses VolumenNur das Volumen der heutigen Rankings – dann bleibt kein Potenzial
ObergrenzenImmer pro Monat, in der Einheit des GrundfeldsBestand eintragen (z. B. alle Kunden statt Empfehlungen pro Monat)
Paid-BudgetTagesbudget eintragen; die Kanalbox zeigt den MonatsbetragMonatsbudget ins Tagesfeld
ReihenfolgeWerte, dann Budget, dann Bezug bestätigenBudget ändern und für den neuen Plan halten, obwohl das Tool ein Szenario rechnet
Raten0 bis 100 %Negative Werte oder über 100 % – das Tool meldet „Kritisch“ und rechnet negative Werte als 0
Doppeltes BudgetNur mit Grundlage; sonst leerGeschätzte Zahl, die mehr Wissen vortäuscht
AktionenWerte für einen aktiven Monat, Budget je AktionJahreswerte oder Monatsdurchschnitt eintragen
WachstumWirkt auf alle Kanäle außer PaidErwartung, dass es Paid-Kampagnen verändert
Herkunft der WerteJe Kanal festlegen und auf „Gemessen“ umstellen, sobald eigene Zahlen vorliegenEine Schätzung im Plan wie einen gemessenen Wert behandeln

So bewerten Sie das Ergebnis

  1. Linear gerechnete Kanäle zuerst ansehen. Der Hinweis über der Ziel-Rückrechnung nennt sie. Ohne Potenzial ist jede Hochrechnung optimistisch.
  2. Grenzkosten mit dem Deckungsbeitrag vergleichen. Liegen sie darüber, kostet der nächste Kunde mehr, als er bringt – auch wenn die Durchschnittskosten noch gut aussehen.
  3. Budget mit dem Break-even-Budget vergleichen. Liegt das geplante Budget darüber, prüfen Sie, ob ein anderer Kanal mit niedrigeren Grenzkosten das Geld besser einsetzt.
  4. Sättigungsgrad prüfen. Ab 75 % bringt zusätzliches Budget nur noch wenig. Ab 90 % lohnt es sich meist nicht mehr; das Tool weist auf sehr starke Sättigung hin.
  5. Empfindlichkeit testen. Die Sensitivitätsanalyse (Schritt 21) zeigt, welche Annahme das Ergebnis am stärksten treibt. Genau diese sollten Sie belegen.
  6. Mit der Wirklichkeit abgleichen. Speichern Sie Ihre Masterstrategie als Plan, tragen Sie später die tatsächlichen Werte ein und vergleichen Sie mit „Mit aktuellem Plan vergleichen“ (Pro, Schritt 22). Stellen Sie die Herkunft der ersetzten Werte auf „Gemessen“.

Das Tool rechnet deterministisch: Gleiche Eingaben ergeben gleiche Ergebnisse. Es zeigt, was unter Ihren Annahmen gelten müsste – es weist keine Wirkung nach und ist kein Marketing-Mix-Modell. Die Ergebnisse sind genau so belastbar wie die eingegebenen Annahmen.

Ergebnisse, Prüfung und Steuerung


Schritt 20

Anzeige der Gesamtergebnisse

Die Ergebnisboxen aktualisieren sich bei jeder Eingabe automatisch. Die Gesamtergebnisse sind eine Hochrechnung für die Laufzeit des eingestellten Strategiezeitraums.

KennzahlKennzahl
UmsatzGesamt-CLV-Wert
InvestitionØ Impressions
BruttogewinnKontakte
NettogewinnØ Leads
ROI (%)Interessenten
Ø GesamtkundenAktive Kanäle – Einzelergebnisse, Nettogewinn

Umsatz, Investition sowie Brutto- und Nettoergebnis beziehen sich auf die Toolberechnung unter Berücksichtigung der hinterlegten Gewinnmarge.

Visualisierung inklusive Mouse-over-Wertanzeige: geöffnete Kanäle nach Nettogewinn als Balken- und Kreisdiagramm, dazu der Verlauf der monatlichen Kundenanzahl als Balkendiagramm unter Berücksichtigung von Saisonalität, Anlaufkurve und Aktionen.

Schritt 21

Eingaben validieren

Die Schaltfläche „Eingaben validieren“ führt zwei Prüfungen für alle aktiven Kanäle durch.

Plausibilitätsprüfung

  • Fehlende Pflichtfelder (Nullwerte)
  • Negative Werte und Raten über 100 %: Kritisch
  • Sehr hohe Raten unterhalb von 100 % (z. B. CTR über 40 %, Conversion-Rate über 90 %): Warnung
  • CPC 0 bei Paid: Hinweis
  • Sättigung je Kanal mit Stufe, Grenzkosten und Durchschnittskosten
  • Potenzial zu niedrig, fehlender Bezug, Formfehler beim doppelten Budget
  • Aktionen: Startmonat, Dauer, Lage zur Laufzeit

Meldungen erscheinen farbig gekennzeichnet als Kritisch, Warnung, Hinweis oder OK.

Sensitivitätsanalyse

Variiert automatisch die wichtigsten Parameter um ±10 % und ±25 % und zeigt, wie stark das Ergebnis auf Veränderungen reagiert – eingeteilt in hohen, mittleren und geringen Hebel. So wird sichtbar, welche Stellschrauben den größten Einfluss haben. „Analyse ausblenden“ schließt das Panel wieder.

Schritt 22

Strategiepläne speichern und vergleichen (Pro)

FunktionVorgehen
Plan speichernAuf „Aktuellen Plan speichern“ klicken. Es erscheint ein Eingabefeld mit dem Unternehmensnamen als Vorschlag. Nach Bestätigung wird der Plan mit Datum im Browser-Speicher abgelegt. Beliebig viele Pläne möglich.
Plan ladenDie Dropdown-Liste zeigt alle gespeicherten Pläne nach Datum sortiert. Plan auswählen, dann „Laden“ klicken. Alle Eingaben werden auf den Stand des gewählten Plans gesetzt.
Plan löschenPlan im Dropdown auswählen, dann „Plan löschen“ klicken.
Pläne vergleichenPlan im Dropdown auswählen – nicht laden – und „Mit aktuellem Plan vergleichen“ klicken. Der gespeicherte Plan wird den aktuellen Eingaben gegenübergestellt – als Kennzahlen-Kacheln, Balkendiagramm und Kanaltabelle. „Vergleich beenden“ schließt die Ansicht.

Veränderte Kennzahlen – Umsatz, ROI, Kontakte, Leads, Kunden – werden mit Differenz und Trendpfeil dargestellt. Der Pfeil zeigt die Richtung des Werts, die Farbe die Bewertung: Grün ist besser, Rot schlechter; bei Investition und Kosten gilt weniger als besser. Das Vergleichs-Panel enthält zusätzlich automatisch generierte Hinweise auf Basis der Abweichungen.

Ein Plan speichert alle Felder, auch leere, sowie Bezug, Aktionseinstellungen und Herkunft der Werte. Beim Laden werden zuerst alle Felder zurückgesetzt – es bleiben keine Werte aus dem vorherigen Stand stehen.

Schritt 23

Break-even-Analyse

Die Berechnung simuliert jeden Monat einzeln, unter Berücksichtigung von Anlaufkurve, Saisonalität, Wachstumsfaktor und Aktionen – keine Durchschnittswert-Hochrechnung.

ErgebnisfeldBeschreibung
Break-even-KundenAnzahl Kunden, die benötigt werden, um alle Kosten zu decken
Break-even-Monat (ca.)Erster Monat, in dem der kumulierte Ertrag ≥ Gesamtkosten ist. Zeigt „Nicht erreicht“ bzw. „∞“, wenn innerhalb der Laufzeit nicht erreichbar
Ø Kunden pro MonatDurchschnittliche monatliche Neukundenzahl
Gesamtkosten StrategieAnfangsinvestition + alle Kanal- und Betreuungskosten
Bruttoertrag pro KundeAuftragswert × Gewinnmarge
Status nach Laufzeit✓ erreicht / ✗ nicht erreichbar – bezogen auf die eingestellte Laufzeit

Break-even-Chart

  • Durchgezogene Linien: kumulierte Kosten (rot) gegen kumulierten Bruttoertrag (grün). Der Schnittpunkt ist der Break-even-Zeitpunkt.
  • Die X-Achse reicht dynamisch bis maximal 3× Laufzeit (mindestens 72 Monate), damit auch längere Strategien sichtbar bleiben.
  • Die Ertragslinie startet erst nach Ablauf der Erstellungszeit – bei SEO also zum Beispiel M1–M3 mit 0 €.
  • Aktionen erscheinen mit ihrem Budget nur in den aktiven Monaten; ihre Kunden folgen zeitversetzt.
  • Gestrichelte Linien: Bruttoertrag zu Kosten pro Monat. Defizitäre Monate werden direkt erkennbar.
  • Links kumulierte Werte, rechts Monatswerte.

Schritt 24

Ziel-Rückrechnung

Eingabe: Ziel-Kundenzahl – frei wählbare Neukundenzahl für die eingestellte Laufzeit. Das Tool rechnet zurück, welches Budget dafür nötig wäre: Alle skalierbaren Kanäle werden mit einem gemeinsamen Faktor verändert, exakt im Monatsmodell, mit Sättigung, Saisonalität, Anlaufkurve und Halo.

ErgebnisfeldBeschreibung
Zielerreichung mit aktuellem BudgetProzentsatz des Ziels, der mit dem aktuellen Budget erreichbar ist
Benötigte GesamtinvestitionHochgerechnete Gesamtkosten für das Zielvolumen
Zusätzliches Budget nötigDifferenz zur aktuellen Investitionsplanung
SkalierungsfaktorFaktor, um den das Budget der skalierbaren Kanäle erhöht werden müsste
Kosten pro Kunde (Ziel)Kosten je Neukunde bei Ziel-Skalierung
Benötigtes Budget p. M.Monatliche Kanalkosten + Betreuungsbudget bei Ziel-Skalierung

Die Tabelle darunter zeigt je Kanal: aktuelle und erreichbare Kunden, aktuelles und benötigtes Budget pro Monat, die Differenz, die Grenzkosten des nächsten Kunden, das Break-even-Budget B* und den Status (Sättigungsstufe, „linear (kein Potenzial) – optimistisch“ oder „Aktion, nicht skaliert“).

  • Grüner Hinweis: Das Ziel ist erreichbar.
  • Gelber Hinweis: erreichbar, aber ein Kanal ist sehr stark gesättigt oder der nächste Kunde kostet mehr, als er an Deckungsbeitrag bringt – mit Nennung der Kanäle.
  • Nicht erreichbar: wenn die Potenziale das Ziel nicht hergeben.

Die einmalige Anfangsinvestition ist in der Gesamtinvestition enthalten, nicht im Monatswert. Prüfen Sie vorwärts: Wenn Sie die benötigten Budgets in die Kanäle übertragen, ergibt die Hauptrechnung das Ziel. Bei Aktionen bleibt das Budget je Aktion unverändert.

Schritt 25

Budget-Verschiebung testen (Simulation, Pro)

Über „Simulation einblenden“ verteilen Sie Budget testweise zwischen den Kanälen um und sehen sofort die Wirkung auf Kunden, Grenzkosten und Ziel. Der KI-Vorschlag (Pro, mit eigenem API-Schlüssel) erhält dafür die Kurvendaten jedes Kanals – Potenzial, Form, Sättigungsgrad, Grenzkosten und Break-even-Budget – und macht einen begründeten Vorschlag. Aktionskanäle bleiben dabei fest. Jeder Vorschlag bleibt ein Vorschlag: Die Rechnung im Tool zeigt, was er auslöst.

Schritt 26

Customer Lifetime Value (CLV)

FeldBedeutung
Retention Rate (%)Anteil der Kunden, die im Folgejahr bleiben
Auftragswert p. a. (€)Durchschnittlicher Jahresumsatz je Bestandskunde
CLV-Dauer (Jahre)Wie viele Jahre ein Kunde durchschnittlich gehalten wird
Diskontsatz (%)Abzinsungsfaktor für zukünftige Zahlungen

Ergebnisse: Netto-CLV pro Kunde, Gesamtzahl CLV-Kunden sowie Brutto- und Nettoumsatz über die Laufzeit.

Die Retention Rate erzeugt automatisch die Anzahl der Strategie-Gesamtkunden als 100-%-Ausgangsbasis. Die Gewinnmarge wird automatisch aus den Basisdaten übernommen. Der ermittelte durchschnittliche Auftragswert wird in den CLV übernommen – Stammkunden haben unter Umständen einen anderen Auftragswert, dieser lässt sich manuell eingeben.

CLV-Strategie-Analyse (Schieberegler)

Der Schieberegler von 1 bis 100 % simuliert verschiedene Retention-Szenarien in Echtzeit. Das CLV-Prognose-Chart zeigt die Entwicklung über die eingestellte Laufzeit als Liniendiagramm.

Schritt 27

Backup herunterladen und hochladen (Pro)

Klick auf „Backup herunterladen“. Es erscheint eine Passwort-Abfrage:

AuswahlErgebnis
Mit PasswortDatei wird AES-256-verschlüsselt gespeichert – Format .validator
Ohne Passwort (leer lassen)Datei wird als lesbare JSON-Datei gespeichert – Format .json

Der Dateiname enthält den Unternehmensnamen und das Datum. Das Backup enthält alle Eingabefelder einschließlich Potenzial, Bezug, Aktionseinstellungen und Herkunft der Werte, Unternehmensname und Überschrift, Logo und Header-Bild, alle Kanal-Konfigurationen samt Schaltzuständen sowie alle gespeicherten Strategiepläne.

Zum Laden auf „Backup hochladen“ klicken und die Datei auswählen. JSON-Dateien werden direkt geladen, bei verschlüsselten .validator-Dateien erscheint die Passwort-Abfrage. Nach dem Import sind alle Eingaben, Pläne, Logo und Header sofort verfügbar. Fehlen in einer Datei Felder, gelten die Ausgangswerte des Tools.

Schritt 28

Ergebnisse als PDF speichern (Pro)

Klick auf „Ergebnisse als PDF“ öffnet den Browser-Druckdialog. Dort „Als PDF speichern“ wählen statt eines Druckers. Das Tool erstellt dafür einen eigenen Bericht im dunklen Design des Tools; Bedienelemente wie Buttons und Eingabefelder erscheinen nicht.

TeilInhalt
DeckblattLogo, Headerbild, Firmenname und Überschrift. Sind Firmenname und Überschrift leer, steht dort „Strategieplanung“ mit dem Erstelldatum.
Ergebnisse der GesamtlaufzeitGesamtkennzahlen mit Laufzeit, Startmonat und Währung
Ergebnis je KanalInvestition, Kunden, Kosten je Kunde, Ertrag und ROI, Halo-Anteil
Monatlicher VerlaufKunden pro Monat als Diagramm
Sättigung je KanalSättigungsgrad, Grenzkosten des nächsten Kunden, Budgetgrenze B*
Annahmen je KanalHerkunft der Werte, Potenzial, Bezug, Form, Anlaufzeit bzw. Aktion, dazu die Halo-Verbindungen
Zielrückführungnur, wenn eine Ziel-Kundenzahl eingetragen ist
Break-even-Analyse und CLVwie im Tool
Hinweise aus der PrüfungMeldungen der Eingabeprüfung (Schritt 21)
EinordnungHinweis, dass der Bericht eine Planungsrechnung auf Basis Ihrer Annahmen ist und keinen Nachweis der Wirkung einzelner Kanäle darstellt
Jetzt Strategie berechnenDer Rechner startet mit einer vollständigen Beispielstrategie.

Rechtlicher Hinweis


Aus den Ergebnissen dieses strategischen Simulators können keine rechtlichen Ansprüche oder Garantien abgeleitet werden. YourValidator ist ein mathematisches Planungswerkzeug, das mit Ihren Annahmen und optional mit allgemeinen Benchmark-Ranges rechnet.

Da Sie das System mit Ihren eigenen, selbst recherchierten Marktzahlen, Budgets und Faktoren füllen, liegt die Verantwortung für die operative Umsetzung und den tatsächlichen Erfolg der Kampagnen bei Ihnen und Ihrer Agentur oder Ihrem Team.

Die Berechnungen sind als vereinfachte strategische Annäherung für Ihre Forecast-Planung zu verstehen, nicht als exakte zeitliche oder betriebswirtschaftliche Punktlandung. Die vollständigen rechtlichen Rahmenbedingungen finden Sie im Impressum.

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Die hier generierten Berechnungen sind als vereinfachte, strategische Annäherung für Deine Forecast-Planung zu verstehen, nicht als exakte zeitliche oder betriebswirtschaftliche Punktlandung in der Realität. Die vollständigen rechtlichen Rahmenbedingungen und den Haftungsausschluss gemäß § 521 BGB findest Du in unserem Impressum.

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